Birgland-Rundwanderweg, Schwenderöd-Schwend-Betzenberg
Kaum zu glauben, wie viele Wandersleute sich heute Morgen am Wanderparkplatz in Schwenderöd einfanden. Es muss wohl das schöne Wetter sein, das die Leute raus lockt. Noch war es recht frisch - ein Nachhänger der nächtlichen Minusgrade – aber die etwas milchige Sonne machte Laune zum Losmarschieren. Erst ein Stück Straße und schon gings hinein in einen wunderbaren Laubwald auf den Anton-Leidinger-Weg. Zwar sind die Bäume ja noch kahl, aber der gesamte Waldboden und die Wanderwege dicht mit dem braunen Herbstlaub bedeckt. Es war eine Freude, hier durchzustreifen. Vor allem das Rascheln war so schön und man konnte die Füße so richtig schleifen lassen. Nach einer Weile kam eine Abzweigung aufwärts, die über einen schmalen Grat zum Buchenberggipfel mit seinen 633 m führt. Einige begeisterte Bergfexen wollten wissen, ob dieser Grat wirklich so schwierig, wie beschrieben, ist. Die andere Gruppe folgte dem bequemen Anton-Leidinger-Weg der zwischen zahlreichen kleinen und größeren grün bemoosten Felsstücken allmählich abwärts ging. Kurz vor dem "Felsensteig Schwend" traf man mit den "Bergsteigern" wieder zusammen, die den Grat weg nun getestet hatten. Die Häuser von Schwend blickten uns jetzt entgegen und bald darauf waren wir beim Café Anni zur Mittagseinkehr. Da wir unsere Reservierung heute weit überschritten hatten, musste ein Teil von uns auf die Terrasse ausweichen, was bei diesem Wetter aber gut möglich war. Danach gings weiter durch den Ort Schwend und auf dem Illschwang-Wanderweg hinunter durch grüne Natur nach Betzenberg. Eine Kehre führte nun in nördliche Richtung und auf dem Birgland-Rundwanderweg wieder in den herrlichen Wald. Es kamen ein paar mäßige Steigungen und bald auch die ersehnte Bank, die zur Verteilung von festen und auch flüssigen Nachspeisen diente. Der Weg mit den noch immer kahlen Bäumen bot einige schöne Ausblicke, die allerdings durch den momentanen Saharastaub etwas eingetrübt waren. Die Anhöhen hatten wir hinter uns, der Weg schlängelte sich fast eben dahin und wir konnten bis zum Ende im Laub weiter rascheln. Herrlich war das!
Eine Wanderung heute in reizvoller Natur, mit kleinen und größeren Anforderungen, bei trockenem und sonnigem Wetter in einer Gruppe frohgelaunter Leute – was kann einen Sonntag noch schöner machen? (CG)
