Haag - Erlheim
Es sah nicht so schlecht aus heute Morgen und ausgehalten hat es fast bis zum Schluss – das Wetter.
Unsere Wanderroute startete in Haag und führte auf Forst- und Schotterwegen durch ein stilles grünes Tal zur Autobahnunterführung mit der achteckigen Tunnelöffnung. Wir waren wieder mal allein auf weiter Flur, durchwanderten bei eher trüber und feuchter Luft ein Stück weit das "Kalte Tal" und dann die ländliche Gegend bis Erlheim. Im Gasthof Erlhof – mit seinem ansprechenden Ambiente - kamen wir so zeitig an, dass wir noch vor dem großen Ansturm bewirtet werden konnten – für die Augen war's ein Schmaus und kulinarisch ein Genuss.
Der Rückweg ging vorbei an Inselsberg und bald in den Wald mit wunderbar weichem Laub- und Moosboden und dem Duft nach frisch geschlagenem Holz. Abgesehen von ein paar Pfützen und Wildschweinsuhlen sehr angenehm zu gehen. Auf beiden Seiten viel leuchtend grün bemoostes Bruch- und Totholz, was richtig urwaldmäßig und in der Dunkelheit sicher etwas unheimlich wirkt. Wieder durch den achteckigen Tunnel ging es auf den Schwarzenberg – ein Anstieg muss ja dabei sein – und weiter auf Waldwegen zurück nach Haag. Auf dem letzten Stück dieser erfrischenden und erfüllenden Wanderung wurde dann doch noch der Regenschirm gebraucht.

 

Weihnachtsfeier in Lintach
Nur eine mit etwas Schnee überzogene Landschaft hätte unsere Weihnachtsfeier noch perfekter gemacht. Der Tag gestaltete sich nämlich ganz so, wie erwartet und gewünscht. Bei fast frühlingshaftem Wetter machten sich 20 Wanderer auf den schon oft begangenen Weg von Amberg nach Lintach. Über Forst-, Wald- und etwas matschige Wiesenwege kamen wir pünktlich und wie geplant bei dem mit Lichterketten geschmückten Pavillon an. Die Kurzwanderer, wie immer in der Überzahl, waren auch schon eingetroffen und man durfte sich den von Anna Meier wieder hervorragend zubereiteten Punsch zu Gemüte führen. Auch jede Menge mitgebrachter Plätzchen waren aufgetischt. Eine heitere Atmosphäre auf dem lauschigen kleinen Platz mit viel Genuß und Plaudereien.
Man versammelte sich danach in der Pfarrkiche St.Martin zu einer feierlichen und sehr besinnlichen Andacht, die Franz Rehaber noch mit wohlklingenden Weisen auf der Zither begleitete. Mit einer Einkehr im Gasthaus Rehaber, bei gutem Essen und gemütlichen Beisammensein, fand die diesjährige Weihnachtsfeier dann ihren Abschluß. Der letzte Linienbus des Tages, fast überbesetzt vom Bayerischen Wald-Verein, brachte uns zurück nach Amberg.

 

Über die Flächenalb,  Gailoh – Ursensollen
Die Wetteraussichten waren nicht besonders, so manche wollten sich aber selbst davon überzeugen, was dieser so Tag bringt. Also marschierten wir ab Gailoh in Richtung Ullersberg und auf Oberhof zu. Es war bewölkt, am Horizont aber konnte man ein faszinierendes Wolkenspiel beobachten und über Felder und Wiesen hinweg hatte man eine gute Sicht auf die Umgebung und die Bergkirchen Mariahilfberg und Annaberg.
Um nicht nur auf geteerten Wegen zu gehen, wechselten wir ein Stück weit auf einen Feldweg. Der war jedoch dermaßen aufgeweicht und den zähen Lehmboden hatten wir im Nu klumpenweise an den Schuhen.  Kein Grasbüschel konnte da abhelfen. Kurz vor Ursensollen aber ein gut erhaltener Schneehaufen, in den sich alle hineinstürzten. Einigermaßen gesäubert konnten wir dann im Gasthof Reif zur Mittagspause einkehren.
Der Rückweg verlief teilweise auf dem Amberger Ringweg, vorbei an Oberleinsiedl, Haag und wieder Ullersberg, allerdings nicht mehr im Trockenen. Der Regen begann leise, wurde heftiger und bis zum Parkplatz konnten wir's voll auskosten. Aber auch das trübt unsere Wanderlust nicht, sind wir doch alle gut ausgerüstet.

 

Durch's Birgland,  Wirsfeld – Schwend
Bei fast milden Temperaturen machten wir uns auf die Rundwanderung im Birgland. Von Wirsfeld aus führte uns ein Forstweg bald ins Gehölz, und dann auf dicht belaubten Waldwegen über die Anhöhen des Wolfsbergs und des Schindelholzes. Nach einem relativ steilen Abstieg auf nassem Laub hatte man wieder freien Blick auf die sanfte Umgebung mit ihren tiefgrünen Feldern und Wiesen. Wieder in diesem herrlichen Wald mit der feuchten nach Winter duftenden Erde kamen wir zum "Leichenstein". Eine Felsengruppe aus aufragenden zerklüfteten Wänden und ringsum verstreuten kleineren Brocken, alles tiefgrün bemoost. Still und beschaulich war das hier, keine anderen Leute und nur die eigenen Geräusche. Über den Gumpenberg mußten wir aber dann noch, bevor wir in Schwend im Cafe Anni zum Mittagessen einkehrten und wie immer dort, köstlich speisten.
Der Rückweg führte über Leinberg, abwechslungsreich durch Finkenrichter Wald und freies Gelände mit dem Blick auf eine Reihe Windräder, wieder nach Wirsfeld. Fast am Ende zeigten sich noch ein paar Sonnenstrahlen und so ließ uns diese angenehme und entspannte Wanderung die "stade Zeit" so richtig spüren

Wo der Teufel seinen Sattel verlor (Weißenberg – Boden – Edelsfeld)
Heute waren sie nötig – die Mützen und Handschuhe. Die erste wirklich frostige Wanderung über verreifte Felder und gefrorenen Boden. Sehr frisch aber einfach schön!
An der evangelischen Kirche St. Vitus in Weißenberg begann unser Wanderweg-Potpourri. Wir streiften teilweise oder querten den Teufelswanderweg, Wallenstein-Tilly-Weg, Albquerweg, Panoramaweg und selbst einen Leichenweg.
Nach dem ersten Anstieg auf die Hochfläche kam man ins freie Gelände mit großartigen Ausblicken. Es war zwar bewölkt und etwas diesig, aber die weite Sicht auf das ganze Umland mit seinen Hügeln und Bergen war uns vergönnt. Bald fanden wir den verlorenen Sattel des Teufels, ein Kreidesandsteinblock, auf dem der Höllenfürst einst geflogen und hier gelandet ist. 
Die nächste Sage kreist um den im Trostholz gelegenen Trosthof, der im Dreißigjährigen Krieg zwar im Wald versteckt war, durch seinen krähenden Hahn aber verraten und dann zerstört wurde. Durch den Krammelschlag ging es weiter nach Boden und – meist auf freier Flur – nach Edelsfeld zum Gasthof "Goldener Greif". Hier wurden wir sehr gut verköstigt und konnten uns wieder aufgewärmt auf den Rückweg machen. Der führte auf dem Panoramaweg zurück nach Weißenberg. Dazwischen kamen wir noch auf den sagenumwobenen Leichenweg, auf dem einst ein vergrämter Bauer von seinen Rössern zum Gottesacker gezogen wurde. Die vielen herrlichen Ausblicke auf diesem Panoramaweg machten uns wieder bewusst, in welch wunderschöner Landschaft wir hier leben.