Durch das Vilstal,  Leidersdorf – Rieden – Leidersdorf
Die große Gewissensfrage stand wieder an "gehen wir oder gehen wir nicht". Denn der Wetterbericht war mehr als schlecht. Da es aber am Treffpunkt in der Früh gerade trocken war, fuhren wir also zu sechst nach Leidersdorf – es regnete bereits. Bei der alten Kunstmühle marschierten wir los und gleich einen langgezogenen Anstieg hinauf. Der Wallfahrtsweg, teils bewaldet, führte uns auf den Eggenberg zur Wallfahrtskirche Vierzehn-Nothelfer. Rundum ein wunderschöner parkähnlicher Platz zum Pausieren – natürlich bei schönem Wetter!
Auf der "Asamschlaufe", ein Höhenweg heute mit eher trüben Ausblicken, kamen wir vorbei an Schönhof und dann abwärts über den Kreuzweg in den Ort Rieden. Im Landgasthof "Zum Bärenwirt" machten wir Mittagspause und konnten gepflegt essen. Danach – es regnete wieder -gings östlich der Vils wieder lange die Asamschlaufe hinauf. Ein frischer Wind hier oben im freien Gelände machte die Nässe schon spürbar. Aber kurz vor Ensdorf konnten wir unsere Schirme dann zumachen. Hier schauten wir noch kurz in die restaurierte Barockkirche St.Jakobus hinein, die mit ihren Deckengemälden, den goldbestückten Seitenaltären und der Empore schon sehr beeindruckend ist. Gegenüber des Klosters entdeckten wir dann, dass das ASAM-Cafe geöffnet hat und dieser Verlockung gingen wir alle gerne nach. Ein paar Kilometer waren es jetzt noch bis Leidersdorf, wo wir zwar eine etwas feuchte, aber dennoch landschaftlich sehr reizvolle und abwechslungsreiche Wanderung beendeten.


Busfahrt nach Fuchsmühl im Steinwald
Fuchsmühl ist eine Marktgemeinde mit besonderer Waldgeschichte, basierend auf einem tragischen Ereignis im Jahre 1894, der "Fuchsmühler Holzschlacht". Die dadurch tiefe Verbundenheit der Bürger zu ihrem Wald war Anlaß, einen Walderlebnispfad unter der Trägerschaft des Naturparks Steinwald zu schaffen.
Dieser Pfad mit 17 Wegstationen ist wirklich ein Erlebnis. Man hätte nur viel mehr Zeit gebraucht, um an all die interessanten Informationen zu gelangen, die über Guckrohre, Drehsäulen, Klappmechanismen oder Greifkästen geboten sind. Dennoch, die reizvolle Route ging durch eine der seltenen Streuobstwiesen und dann auf Waldwegen von Station zu Station, die unter anderem das Wasser oder die heimische Tierwelt thematisieren. Holzsäulen als Fährtentafeln, ein gelochter Felsbrocken als Summstein, ein Wasserspiel, ein Waldweglabyrinth oder ein Drehrad zur Holzartenkenntnis waren nur einige dieser besonderen Naturschaustücke. Die letzte Station auf der Anhöhe nennt sich "Panoramaweitblick" und das zu Recht. Der Ausblick von dort ist einfach grandios, man konnte über die hügeliche Landschaft bis ins Fichtelgebirge, in den Bayerischen Wald oder auch zum Tillenberg sehen.
Unser anschließender Einkehrschwung ging ins Hotel Restaurant zum Hackelstein, wo wir uns noch Brotzeiten, Kaffee und Kuchen gönnten – nach einer etwas anderen, aber sehr schönen und interessanten Waldwanderung.

 

Lauterachtal,  Reusch-Kastl-Reusch
Man hatte dem Wetterbericht geglaubt, der für heute "meistgehend trocken" voraussagte. Als wir in Reusch losmarschierten, war es auch so, zwar bewölkt, aber angenehme Temperaturen und die Luft durch den gestrigen Regen so richtig frisch zum Einatmen. Durch Wald und Flur kamen wir ganz moderat über Gaishof und durch Kastl, wo die Blumenpracht an den Häusern und in den Gärten immer wieder bewundernswert ist. Im Forsthof gönnten wir uns eine entspannte Rast und genossen das Mittagsessen, das heute wirklich gut war. Es gab keine gerümpften Nasen. Auf dem Rückweg entlang der Lauterach, nicht weit vom Forsthof entfernt, machte eine Wolke urplötzlich auf und der Regen ergoss sich heftigst. Man war bereits klatschnass, bevor man Regenzeug oder Schirme hervorholen konnte. Lange hat das aber nicht gedauert und auf dem langen Anstieg hinauf auf den Fußberg konnte alles wieder trocknen. Nach Flügelsbuch nutzten wir dann Naturpfade durch hohes nasses Gras und auch ein bißchen Gestrüpp. Abwechselnd ein paar Sonnenstrahlen, ein kühler Wind und nochmal Regen begleiteten uns auf dem letzten Stück zu den Autos. Die Wanderung war schön und die Wetterlaune erfrischte und machte die Köpfe frei.

Petershöhle + Hainkirche
Heute streiften wir durch den Staatsforst Hartenstein. Ausgangspunkt war der Wanderparkplatz an der Bismarckgrotte bei Rinnenbrunn, einem ehemaligen Ortsteil von Neuhaus/Pegnitz. Auf unserem Wanderweg, meist im Wald und überdacht vom dichten Laub der Bäume, reihte sich ein Auf und Ab ans andere. Vorbei an gewaltigen Felsgebilden und kleineren bemoosten Brocken kamen wir zur Petershöhle, die mit ihrer Gesamtganglänge von 70 m zur Zeit der Neandertaler offenbar als Kultstätte genutzt wurde, also kulturgeschichtlich wahrscheinlich die interessanteste Höhle der Fränkischen Alb. Der wunderbar weiche Waldboden führte uns dann weiter zur Hainkirche. Bei einer kleinen Kapelle mitten im Wald bot sich dann ein lauschiger Platz zum Botzeitmachen an, mit Tisch und Bänken und genügend Baumstümpfen als Sitzgelegenheit. Ein Teil der Gruppe nahm dann noch den steilen Anstieg zum Hirtenstein in Kauf und wurde dort oben mit einem fantastischen Ausblick auf den Ort Hartenstein und seine Umgebung belohnt. Wieder abwärts gings weiter über die Hasenleite nach Grünreuth. Hier durften wir im Gasthaus "Grünreuther Schlöß'l" noch einkehren und uns im herrlich schattigen Garten für den Rückweg stärken. Das haben wir alle richtig genossen, bevor wir den einstündigen, eher sonnigen Weg zum Parkplatz zurücklegten. Diese wunderschöne felsige Landschaft, der grüne lichte Laubwald und dazu natürlich das ideale Sommerwetter rief trotz manch anstrengender Abschnitte wieder volle Begeisterung hervor.


Von Elbersberg ins Püttlachtal
Wieder mal in der Fränkischen Schweiz! Es ist halt doch eines der schönsten Wandergebiete, wenn es auch nicht gerade in der "näheren" Umgebung liegt. Nahe Elbersberg  am Kapellenhof - starteten wir unsere Wanderung in einen heißen Tag hinein. Auf Schotterwegen mit schönen Ausblicken in die Landschaft hatten wir bald schon die 2014 aufgestellte und 37 m hohe Himmelsleiter Pottenstein vor uns. 150 Stufen spindeln sich nach oben auf die Aussichtsplattform, wo man eine herrliche Rundumsicht über die Fränkische Schweiz und bis ins Fichtelgebirge genießen konnte. Unser Weg führte dann vorbei an der etwas eigenartigen, aber doch hübschen Hoffmannskapelle, einem flach gedeckten quadratischen Bau aus Kalkstein. Mittlerweile im Wald und angenehm schattig, zeigte sich das Große Hasenloch. Eine riesige frühzeitliche Jägerhöhle, in der man sich gut 7000 v.Chr. schon untergestellt hatte, um Beutetiere zu zerlegen, wie Mammut, Höhlenbär und Höhlenlöwe. Hier fanden wir auch einen idyllischen Brotzeitplatz für eine kleine Mittagspause. Durch eine abwechslungsreiche Waldlandschaft ging es dann durchs Püttlachtal. Schöne Wege entlang der Püttlach, die sich mit glasklarem Wasser und leuchtend grünen Algen plätschernd dahinschlängelt, dazwischen wieder gigantische Felsmassive und Steilwände. Richtig romantisch und sehr reizvoll war das hier. Das letzte Stück unserer Rundtour bescherte uns allerdings noch einen sehr sonnigen 70m  Anstieg bis zum Parkplatz, dafür aber anschließend noch eine Einkehr im Gasthof Krieg in Horlach. Unter einem schattenspendenden Baum im Wirtsgarten, bei Brotzeiten, Kaffee und Kuchen fand dieser herrliche Wandertag einen schönen Ausklang.

Rohrbach-Eich (Kallmünz)

 

Bei angenehmen Temperaturen von ca.  25 Grad bot uns der Aufstieg nach Loisitz schöne Aussichten ins Vils und Naabtal. In einem Garten wurde uns ein Zwetschgenbaum zum abernten angeboten, was wir uns nicht zweimal sagen ließen. Über den Fischerberg gings dann hinunter zum „Eicherberg“, wo wir im schattigen Hof den „Schweinsbraten aus dem Holzofen“ speisten. Dunkle Wolken zogen auf und nach dem Mittagessen entluden sie sich mit Starkregen über uns. An eine Weiterwanderung zur Burg Kallmünz war nicht zu denken. Es blieb uns nur der Abbruch der Wanderung übrig. Im flotten Schritt gings auf dem kürzesten Weg zurück nach Rohrbach.