Königstein – Pruihausen
Heute war schon zu befürchten, dass wegen der prophezeiten Regenfälle und Sturmböen kaum jemand am Treffpunkt erscheint. Aber, weit gefehlt! Zehn Wanderlustige trafen doch zusammen und so fuhren wir – mit Schirmen und Regenhaut bestückt – nach Königstein. Nach dem ersten steilen Anstieg noch im Ort kamen wir hinaus ins Freiland und bald auch in den Wald des Frankenjura mit seinen märchenhaften und bizarren Felsformationen. Der Schönheit dieser bewaldeten Felslandschaft kann weder Regen noch Wind etwas anhaben. Auf- und abwärts auf rutschigen Pfaden gings es über den Steinberg zu der Schutzhütte kurz vor dem Kühloch. Der Regen hatte zwar aufgehört, aber weil die Wege gar so matschig und schmierig waren, ließen wir den Anstieg zum Kühloch aus und wanderten weiter nach Pruihausen. Im Gasthof Jägerheim machten wir Mittagspause, zwangsläufig etwas ausgedehnt, da wir lange auf das Essen warten mussten. Aber auch das konnte uns die Laune nicht vermiesen und wir traten den Rückweg an. Der führte über Breitenstein, vorbei an der doppelromanischen Kapelle. Der Wind entwickelte sich inzwischen zum Sturm und auf einen Besuch dieser Kapelle haben wir deshalb ebenfalls verzichtet. Wieder im Wald, war das Toben des Sturms schon sehr heftig und einige heimliche Blicke gingen da nach oben zu den Baumwipfeln, auch die Ohren wurden gespitzt, ob es nicht verdächtig knackt. Ziemlich durchgeblasen und waschmaschinenreif, aber guter Dinge kamen wir wieder nach Königstein nach einer fast abenteuerlichen Wanderung

Über die Albhochfläche   -   von Ursensollen über Zant nach Heinzhof
Ausgangspunkt war heute Ursensollen, der Ort liegt mit 538 m Meereshöhe schon fast am höchsten Punkt der Albhochfläche. Bei frischem Wind gings auf der Höh' über Feld und Wiesen nach Kemnatheröd und Finsterhüll, einst zwei finstere und sumpflachige Bauernhöfe. Heute findet man davon nur noch wenige Mauerreste. Durch einen herrlichen Buchenwald und dann über einen Kreuzweg mit wunderschönen in Bildstöcke eingelassene Kupferreliefs kamen wir zur Wallfahrtskirche in Zant. 1684 ließ Johann Joachim Freiherr von Rummel diese Schlosskapelle mit ihren schwungvoll geschnitzten Rokokogittern erbauen. Von einem jungen Ministranten erfuhren wir noch Näheres über Geschichte und die innere Gestaltung, so soll auch die vorhandene Orgel die kleinste in der ganzen Oberpfalz sein. Mit tollen Ausblicken auf der Zanter Hochfläche gings dann, vorbei an dem riesigen Wildgehege, nach Heinzhof zur Wildschänke am Hirschpark. Nach der Mittagspause mit dem Fazit "flott, freundlich, gut"  führte unsere Rundwanderung mit einigen Steigungen vorbei an der sehr schmucken Fehlnerkapelle, 1927 aufgrund eines Gelübdes erbaut von Johann Fehlner aus Häuslöd. Auf Wald- und Wiesenwegen, zur Zeit teils sehr aufgeweicht und matschig, kamen wir über Erlheim zurück nach Ursensollen.
Ein Wanderweg, für alle neu und unbekannt, sehr schön und abwechslungsreich, dazu noch angenehmes Wanderwetter. Was will man mehr ??

Auf dem Anton-Leidinger-Weg, von Ritzenfeld nach Ammerthal
Richtig kalt war das heute Morgen und eine fröstelnde Wandergruppe machte sich nahe Ritzenfeld auf den Weg. Dafür hatten wir aber einen klaren Himmel über uns und es verhieß ein schöner Tag zu werden. Wir wanderten durch herrlich lichten Wald, die Sonne schien durch's Geäst, und kamen nach ein paar mäßigen Steigungen durch Götzendorf. Waldwege, Forst- und Wiesenwege, teils noch immer verreift, führten weiter über den Grafetsberg, den Süßenberg und letztendlich nach Ammerthal. Über den sehr steilen Kirchensteig, den Vater-Unser-Weg, kamen wir dann zum "Ammerthaler Hof – Der Grieche". Jetzt hatten wir uns das Essen wirklich verdient und speisten heute eben mal griechisch. Das kam auch allgemein gut an und nach ausreichender Pause begaben wir uns auf den Rückweg, hinaus in die klare frische Luft und die Sonne. Auf dem Anton-Leidinger-Weg ging es nun meist im Wald entlang des Götzendorfer Tales zurück zum Ausgangspunkt. Wer hätte gedacht, dass man vor dem angesagten großen Sturm noch diese wunderschöne Wanderung bei herrlich frühlingshaftem Wetter auskosten konnte.

 

Rund um Fürnried
Die Natur braucht den Regen – wir zwar nicht unbedingt, aber wir nahmen es in Kauf und fuhren nach Fürnried, dem schönen Ort, der 2009 im Bezirksentscheid "Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden" eine Goldmedaille gewonnen hat. Wir starteten unsere Rundwanderung vor dem Landgasthof Goldener Stern und kamen nach dem Ort – noch ohne Regen und bei milden Temperaturen - auf den Birgland-Wanderweg. Ein wunderschöner Waldweg, der zum Bärenfels und dann nach Trossalter führt. Eingerahmt auf beiden Seiten von den vielen Felsbrocken mit einem Moosbewuchs wie leuchtend grüne Polster. Es ging - inzwischen bei Regen - mal rauf und runter und weiter zu der Einöde Pleishof. Nach Buchhof kam noch der Kappersberg, dann gings nur noch bergab nach Fürnried. Wir ließen uns in dem historischen Landgasthof Zum Goldenen Stern nieder und gönnten uns nach diesem etwas nassen Ausflug ein Mittagessen von ausgezeichneter Küche. Wieder einigermaßen getrocknet fuhren wir aber, da es nun nach Dauerregen aussah, nach Hause. Was der Natur gut tut, tut auch uns gut und so haben wir auch diesen feuchten Wandertag genossen.