Fichtelbrunn – Kauerhof
Recht grau und trüb sah es aus heute Morgen. Wanderfreudige gibt es aber bei jedem Wetter und so traf wieder eine nette Gruppe am Treffpunkt zusammen. Wir starteten in Fichtelbrunn, einem kleinen Weiler, der hauptsächlich aus einer Brauerei mit Gaststätte besteht. Von dort ging es über Kohlberg und Trondorf zur Osterhöhle. Da waren wir dann schon in dem allgemein so beliebten Wald im Neukirchener Gebiet. Licht und hell, dicht belaubte weiche Wege und viel bemoostes Geäst und Felsgestein. Es folgte ein abwechslungsreiches Auf und Ab, über den Streitberg, den Sauberg und den Langer Berg, teils richtig urwaldmäßig. Und dann waren wir bereits auf dem Haselgraben, der nach Kauerhof führt. Im Gasthof Zum Wulfen konnten wir sehr gepflegt und gut zu Mittag essen, bevor wir unsere Rundwanderung fortsetzten. Die Sonne lugte nun ganz schüchtern hervor und erhellte den tristen Himmel etwas. Es ging nun – meist wieder im Wald -  über Kempfenhof, den kleinen Ort See und Bodenhof zurück nach Fichtelbrunn. Bewegung, Luft und Wald – das konnten wir heute wieder erleben, ein schöner "Tag der Sanften Fitness".

 

Busfahrt nach Falkenstein – Marienstein
Der mit 46 Leuten besetzte Bus brachte uns nach Marienstein bei Falkenstein. Dort kamen wir erst mal über einen ziemlich steilen Anstieg zur katholischen Filialkirche "St.Peter und Paul", wo uns bereits eine Mesnerin zur Kirchenführung erwartete. In netter und lockerer Weise erzählte sie die Entstehungsgeschichte dieser Wallfahrtskirche. Ursprünglich befand sich nämlich hier oberhalb des Perlbachs eine Burg, die aber schon im 16. Jahrhundert verfallen war und einer Kirche Platz machte. Wir erfuhren Interessantes über den Bau der ersten Kapelle im Jahre 1525, Erweiterung, Abbrand durch Blitzschlag, Wiederaufbau und diverse Erneuerungen bis zur letzten gelungenen Innenrenovierung im Jahr 2000. So steht sie nun da, diese schmucke kleine Kirche, auf einem Berg umgeben von bizarren Felsformationen. Sehr eigentümlich war da noch der sogenannte "Durchschlupf" zwischen Kirche und Fels.  Dort wo der Felsen das Fundament des Turmes trägt, befindet sich ein schmaler hoher Spalt und der alte (Irr)Glaube besagt, dass beim "Hindurchschlüpfen" die körperlichen und seelischen Leiden abgestreift werden können.
Wieder draußen aus der sehr kalten Kirche, spitzte sogar die Sonne schwach durch und Kurz- und Langwanderer gingen ihre eigenen Rundwege. Erst abwärts durch Laubwald mit gigantischen Felsgebilden, eines davon stellte einen Schweinskopf dar. Dann gings – aus Zeitmangel leider nur kurz -durch eine ruhige, fast schon liebliche Landschaft wieder hinauf nach Marienstein. Wunderschönes Gebiet und sehr einladend und verlockend für eine Tageswanderung. Im Gasthaus Eder, eine wirklich urige Wirtschaft in historischem Haus, wärmten wir uns wieder auf machten noch ausgiebig Brotzeit, bevor der Bus wieder gen Heimat fuhr.

Jahresabschluß beim Bayerischen Wald-Verein

Der Einladung zu dieser Versammlung im Pfarrsaal St.Martin folgten wieder erfreulich viele Besucher.
Gleich zu Beginn konnte man sich an dem wunderbaren Kuchenbuffet bedienen, das von den Frauen des Bayerischen Wald-Vereins mit einer großen Auswahl an konditorreifen Torten und Kuchen aufgestellt wurde.  Der 1.Vorsitzende Rudolf Maier eröffnete dann den offiziellen Teil und legte die Daten der Wanderstatistik 2019 offen. Besondere Erwähnung fand dabei das umfangreiche Programm der Sektion Amberg mit insgesamt 103 Wandertagen für Lang- und Kurzwanderer. Enthalten waren hier unter anderem 12 Sonderbusfahrten, der "Tag des Wanderns", eine 5-tägige Wander- und Kulturreise in die Rhön, eine Kulturfahrt nach Veitshöchheim ins Bocksbeutelland, sowie die jährliche Drei-Tage-Wanderung, die immer wieder großen Zuspruch findet. Sie führte diesmal durch den Oberpfälzer Jura, von der Lauterach zur weißen und schwarzen Laber. Anschließend konnten sich die Besucher an vertonten Video-Vorträgen erfreuen, die die schönsten Wanderungen des vergangenen Jahres nochmal in Erinnerung brachten und lebendig werden ließen. Natürlich gab es auch eine Auszeichnung der sogenannten "Vielwanderer", wobei von den Kurzwanderern die ersten 3 Plätze belegt wurden von Theresia Stanek mit 44 Wanderungen, Margarete Kohl und Alexander Wilhelm mit jeweils 43 Wanderungen. Bei den Langwanderern lagen auf den ersten drei Plätzen Christl Gaigl mit 912 km an 90 Wandertagen, Hedwig Lippert mit 879 km an 86 Wandertagen und Hans Meier mit 782 km an 76 Wandertagen.

Zum Schluss gab Rudi Maier noch eine kleine Vorschau auf die nächsten geplanten Wanderziele 2020, wie die Sonderbusfahrt nach Parkstein im März, der Tag des Wanderns im Mai und die 5-tägige Wander- und Kulturreise an die Mosel im Juni.

 

Auf ins Birgland   -   Frankenhof – Sunzendorf – Frankenhof
Der Nebel verschwand schon auf der Fahrt nach Frankenhof und auch die Sonne zeigte sich bald.
Die heutige Route im Birgland – dem "bergigen Land" bei Sulzbach-Rosenberg, wo sich mehrere Ortschaften zur Gemeinde Birgland zusammengeschlossen haben – führte auf und ab über Forstwege, wunderbar weichen Laubboden und bemooste Waldwege. Es ging über den Vogelberg und weiter durch den herrlichen Wald, den die Sonne so hell und freundlich erscheinen ließ. Wieder aufwärts und es wurde felsig, zuerst die zahlreichen kleineren bemoosten Brocken, die wie grüne Maulwurfhügel aus dem Boden ragen, dann der Kuhfels, der höchste Punkt der landschaftlich so reizvollen Strecke. Die Abschnittsbefestigung Kuhfels ist eine abgegangene vor- und frühgeschichtliche Befestigungsanlage auf einem in ein Trockental ragenden Felssporn. Ein Stück des Erzweges windet sich hier als Pfad zwischen den Jurariffen hindurch und fordert auch entsprechende Vorsicht, besonders beim Abstieg auf dem nassen Laub. Es folgte der Rumpelfels und Buchenberg und schließlich der Talweg nach Sunzendorf. Im Gasthaus Laurer wurde uns regionaler Genuss mit sowohl einfachen als auch ausgefallenen Gerichten geboten. Allseits zufrieden und gestärkt machten wir uns auf den Rückweg, die Sonne hat sich inzwischen versteckt und die Wege waren nun doch recht aufgeweicht. Über Rothsricht und noch einen steilen Aufstieg im Forst Braunlohe kamen wir wieder nach Frankenhof – nach einer wunderschönen naturnahen Frischluft-Wanderung.

 

In der Frankenalb   -   von Förrenbach nach Kainsbach
Die Eingehtour zum Jahresanfang – unbeschwerlich und gemütlich. Und das noch bei mildem und trockenem Wetter. Ausgangspunkt heute war Förrenbach, das zu den bereits 1011 genannten Orten der Nordgaugrafschaft zählt, mit denen König Heinrich II. sein neu gegründetes Bistum Bamberg ausstattete. Am Ufer des Happurger Stausees führte unsere Rundwanderung entlang und über eine Anhöhe kamen wir zu dem wuchtig über den Friedhof Happurg ragenden Kriegerdenkmal. 125 in Stein gehauene Namen erinnern an die Männer, die in den beiden Weltkriegen den Heldentod starben. Auch der Dokumentationsort Happurg mit vielen bestürzenden Informationen über die KZ-Zwangsarbeit befindet sich hier oben. Diese düstere Seite des Platzes wurde aber aufgehellt durch einen herrlichen Blick auf das malerisch gelegene Hersbruck. Wieder abwärts ging es durch den Ort Happurg mit seinen vielen alten und wunderschön restaurierten Fachwerkhäusern. Gepflegte Wanderwege führten nun auf der anderen Seeseite weiter bis Kainsbach, wo wir in dem alteingesessenen Wirtshaus "Zur Linde" eine Mittagspause bei guter Hausmannskost einlegten. Die zarten Sonnenstrahlen, die sich inzwischen zeigten, lockten uns wieder raus und auf den Rückweg. Dann – wir waren ja gut in der Zeit – flickten wir auf der Heimfahrt noch einen Kaffeestop ein. In Fürnried im Gasthof Goldener Stern genossen wir noch die köstlichen Torten (fasten kann man ja ab morgen auch noch).