Gronatshof – Brunn – Gronatshof

Was für ein herrlicher Tag !  Nach dem tristen, grauen und nassen auf's Gemüt drückenden Wetter war das heute wie eine Erfrischung für die Seele. Wir starteten unsere Wanderung von einem Waldparkplatz zwischen Riedlhof und Gronatshof. Bei ziemlich frischem Wind, aber vollem Sonnenschein gings erst eben bis leicht abwärts nach Gronatshof und vorbei an Matzenhof, Forst- und Waldwege waren weitgehend trocken. Über den Deiselberg kamen wir nach Inzenhof und weiter nach Brunn. Es war wieder ein Vergnügen, durch den Wald zu gehen, obgleich wir uns in dem unaufgeräumten Waldgebiet, das ja in seinen Urzustand zurückfinden soll, durch Gestrüpp, Dornenschlingen und sonstiges Gehölz kämpfen mussten.
In Brunn, wo man sich schon in der typischen Wacholder Landschaft des Birglandes befindet, gönnten wir uns eine Mittagsrast im Gasthaus Gruber bei guter Landhausküche. Wie so oft, führte der Rückweg aber nach dem Essen bergauf, erst über den Mühlberg und dann noch über den Hainzenberg bis schließlich zum Parkplatz. Der Laubboden, das grüne Moos ringsum, die reine Luft im hellen sonnigen Wald ließ uns heute wieder richtig auftanken und Vorfreude auf die nächste Wanderung verspüren.

Busfahrt nach Parkstein
Vom Umland des Ortes Parkstein, der sich um den gleichnamigen Basaltkegel vulkanischen Ursprungs schmiegt, konnten wir heute einen weiteren Teil kennenlernen.
Meta Betke, Wanderführerin des Oberpfälzer Wald-Vereins, und Johann Schäfer, Parkstein's Altbürgermeister, zeigten uns die Reize ihrer Heimat. In Pfaffenreuth begann die Wanderung mit Meta und führte, abwechselnd über Feld- Wald- und Wiesenwege durch eher einsames Gebiet. Wir kamen vorbei an den Fischbachteichen, dem Weiler Hagen und ohne Steigungen zur Ziegelhütte und nach Oed. Eine sehr anmutende stille Landschaft reiner Natur. Allerdings war die ganze Gegend durch die letzten Regenfälle von großen und kleinen Wasserlachen durchzogen und der Lehmboden teilweise äußerst schmierig. Mit den dauernden Ausweichmanövern um Pfützen, Wurzeln und Gestrüpp wurde die Wanderung dafür ziemlich kurzweilig und wir kamen, zumindest von oben her trocken, in die Leinerbauern's Hofbackstube. In der neu errichteten und sehr einladenden Wirtsstube durften wir uns niederlassen zu Leberkäs-Brotzeit und Kaffee und Kuchen.  Die Holzbauweise des neuen Raumes und das wie immer sehr freundliche und nette Personal vermitteln hier eine sehr behagliche legere Atmosphäre. Direkt vor der Gaststätte konnten wir dann zur Heimfahrt in den Sonderbus einsteigen.

Edelsfeld – Oberreinbach – Edelsfeld
Schöner als gedacht war das Wetter heute Morgen, als wir zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, ein Parkplatz am Ortsende von Edelsfeld, fuhren. Die Route führte auf Wald- und Feldwegen über Schneereste und, wie erwartet durch viel Wasser und Matsch, erst zu einem Steingebilde, das die mitteleuropäische Wasserscheide Donau-Rhein darstellt. Dann kamen wir zur Peutenbachquelle. In dem Peutental gab es in den Jahren 1340 bis 1660 mal eine Einsiedelei und eine Wallfahrtskirche, beides längst verfallen, doch zahlreiche düstere Sagen von diesem Tal existieren noch immer. So spucken hier der Reiter ohne Kopf und ein schwarzer Pudel. Auch verirrt man sich hier gern. Bei kaltem Wind, aber blauem Himmel und Sonnenschein ging es weiter, man hatte immer wieder herrliche Ausblicke in die Umgebung - bis zur Burg Hohenstein. Durch das alte Gehöft Habres und dann entlang des Waldlehrpfades - im Naturschutzgebiet des Eiselbaches - kamen wir nach Oberreinbach. In dem kleinen Gasthaus Sebald, das speziell für uns geöffnet hatte, machten wir Mittagspause. Der Rückweg, erst noch unter der so begehrten Sonne, führte über die Anhöhe Blauer Berg. Hier wurde es plötzlich sehr windig, der Himmel grau und heftige Graupelschauer prasselten hernieder. Inzwischen nass von oben und unten kamen wir auf dem Hahnenkamm Höhenweg zurück zum Parkplatz, wo bereits wieder die Sonne schien. Die fundierten Hintergrundinformationen von Wolfgang über Land und Leute waren sehr aufschlussreich.