Paulsdorf – Freudenberg – Paulsdorf
Die für heute geplante Wanderung konnte Corona-bedingt nicht durchgeführt werden. Man ließ sich also auf die Schnelle eine Ersatzwanderung einfallen - und die wurde wunderschön. Hinter Paulsdorf starteten wir und kamen bald durch die Landschaft der Schlauderhofteiche. Angenehme Waldwege, ohne Steigungen, führten weiter zu den Bühlteichen und schließlich nach Freudenberg. Im Gasthaus Dotzler kehrten wir zur Mittagspause ein und traten dann allseits zufrieden und gestärkt den Rückweg an. Über Geiselhof und vorbei an den Geiselhofteichen ging es wieder zu den Autos. Etwas mehr Sonne hatte man sich aufgrund der Vorhersagen zwar erhofft, trotzdem war diese fantastische Herbstfärbung der Laubwälder heute in ihrer vollen Pracht zu bewundern.

 

Durch die Franken-Pfalz
Wieder ein wunderschönes Fleckchen Erde in der Fränkischen Schweiz, das den Wenigsten von uns bekannt war. Vom Parkplatz aus nahe Rupprechtstegen ging es gleich vorbei an der alten Griesmühle hinein in den Laubwald zum romantischen Harnbacher Wasserfall, der über mehrere Stufen aus Kalkstein herab rauscht. Die Sonne kam leider nicht ganz raus, um die herbstliche Laubfärbung leuchten zu lassen. Ebene Wege erwartet man im Fränkischen ja kaum und so kamen wir über den ersten Anstieg auf den Mittelberg und dann nach Treuf. Die laubbedeckten Waldwege waren so angenehm weich und gut zu unseren Füßen. Mittagspause machten wir in Treuf, in einem kleinen urigen Gasthaus, das eine ausgesprochen gute Landküche geboten hat. Ein längeres Bergauf danach blieb uns aber nicht erspart, über den Schwarzenberg führte unser Weg nach Kreppling und Raitenberg. Reinster Natur begegnet man in dieser Gegend, verwachsene Wege durch nasses Gras, bemoostes Totholz und Wurzeln, teilweise durch den kürzlichen Regen auch recht rutschig. Dann kamen wir ins Ankatal zur besagten Andreaskirche, eine 50 Meter lange und 7 Meter hohe Karsthöhle. Der Überlieferung nach wurde die Höhle bereits in der Bronzezeit und von den Kelten genutzt und in Kriegszeiten des Mittelalters diente sie als Rückzugsort der umliegenden Bevölkerung. Die letzte Wegstrecke war dann besonders beeindruckend. Einem Urwald ähnlich zeigt sich dieses Gebiet, verwildert und naturbelassen, mit mächtigen, überraschend hohen Felswänden, teilweise mit Moos und Farn überwuchert – einfach berauschend schön! Wieder ein Genuss fürs Auge und die Seele.

"In die Hundstürkei"    Wollenzhofen – Hohenburg – Wollenzhofen
Von Wollenzhofen aus wanderten wir in den herbstlichen Morgennebel hinein, hoffend daß die Sonne doch noch durchdringen mag. Vorbei an Malsbach und über den kleinen Hausener Bach verlief ein wunderschöner an- und absteigender Wanderweg nach Allersburg. Hier besuchten wir kurz die Kirche St.Michael, die wie vermutet wird, an dem Platz der vollständig verschwundenen Burg Allersburg errichtet wurde. In der Friedhofsmauer, die Kirche und Friedhof umgibt, sind noch die Schießscharten vorhanden. Ein paar Sonnenstrahlen zeigten sich inzwischen und die nutzten wir gleich für die Mittagspause. Auf dem Treppenaufgang zur Kirche ließen wir uns nieder, und genossen hier unterhalb des Kirchtums mit Blick auf Allersburg eine buchstäblich "gesegnete Mahlzeit". Sehr abwechslungsreich gings auf und ab im Lauterachtal nach Hohenburg, durch den Ort und wieder hinauf auf freie Fluren. Nebelschwaden hingen noch immer vereinzelt über den schon bunten Laubwäldern und versetzten die Landschaft in ein stimmungsvolles Panorama.
Über Berghausen kamen wir dann zurück nach Wollenzhofen, zur Einkehr in ein gemütliches kleines Gasthaus, in dem wir mit geräucherten Forellen, Bratwürsten und anderen guten Zutaten bestens bewirtet wurden. Ein richtig schöner und bei allen willkommener Abschluß der heutigen Wanderung.

Lauterach – Rechenfels – Lauterach
Der Abmarsch ab dem Parkplatz bei Lauterach begann nach Überquerung der Lauterach mit zwei aufeinanderfolgenden Aufstiegen – zum Warmlaufen. Auf dem Erzweg und teils auf dem Jurasteig wanderten wir durch den immer noch grünen Wald hinauf auf den Rechenfels (546 m). Von hier bot sich ein herrlicher Ausblick ins Utzenhofener Tal. Durch abwechslungsreiches Mischwaldgebiet ging es dann abwärts und hinaus in die freie Flur mit Sicht auf das Lauterachtal und die Klosterburg Kastl. Viel Wissenswertes wurde uns erzählt über die seit dem 10. Jhd. bestehende Burganlage von Kastl, von der Gründung des Benediktinerklosters St. Petrus, über die Erhebung zum Reichskloster, die Übernahme durch Jesuiten und Malteser, die Umwandlung der Anlage in ein ungarisches Gymnasium mit Internat, bis zum jetzigen Ausbau für die Polizeihochschule Sulzbach-Rosenberg. In Kastl kehrten wir im Forsthof ein zu einem köstlichen Mittagessen. Unser Rückweg zum Parkplatz führte wieder auf dem Erzweg entlang der Lauterach unter bereits farbigem Herbstlaub und über Wiesen mit den ersten Herbstzeitlosen. Eine erfreuliche und interessante Wanderung an einem richtig schönen Herbsttag.