Neualbenreuth – Tillenberg
Unsere heutige Wanderung führte uns zum "Mittelpunkt Europas". Von  Neualbenreuth aus ging es zuerst über einen kurzen Anstieg zur Kapelle "Maria Frieden", die den Friedensgedanken in unmittelbarer Grenznähe ausdrückt. Bald darauf kamen wir vorbei an dem 1961 errichteten Grenzlandturm, ein Symbol für Freiheit und Heimattreue und die Verbundenheit mit den Egerländer Landsleuten. Dann ging es durch lichten Wald steil und steinig bergauf zum Tillenberg, mit seinen 939 m die zweithöchste Erhebung des Oberpfälzer Waldes. Auf dem Gipfel finden sich heute Sendeantennen tschechischer Rundfunkstationen. Eine schöne Aussicht – leider etwas diesig – war auch geboten. Nach dem Abstieg vom Tillenberg war man auf dem Wanderweg entlang der deutsch-tschechischen Grenze, traf kurz danach auf den Granatbrunnen mit einer der vielen Quellen und dann – immer noch durch kühlen Wald – auf den "Mittelpunkt Europas", der sich in einer 17 Zentner schweren Granitsäule aus Flossenbürger Granit darstellt.
Der Platz rund um diesen Gedenkstein bot sich schier an, hier Brotzeit zu machen und dabei auch diese fast geheimnisvolle Stille zu genießen. Unser Rundweg führte uns anschließend zum Muglbach-Wasserfall, nicht allzu groß, aber mit dem glasklaren Quellwasser sehr reizvoll. Ein wunderschöner Hohlweg durch den Ruhe verströmenden Wald und einige kleinere Auf und Ab's brachten uns über Altmoglu und Ernestgrün zurück nach Neualbenreuth. Hier findet man viele schöne Egerländer Fachwerkhäuser. Im Gegensatz zum fränkischen Fachwerk zeichnet sich der Egerländer Baustil durch üppige Rautenmusterung und einen Unterbau meist in Blockbauweise aus. Zum Ausklang dieser etwas anspruchsvollen und äußerst interessanten Wanderung, teils unter schweißtreibender Sonne, fuhren wir nochmal zum Grenzlandturm, dem eine Gaststätte als hübscher Rundbau mit idyllischem Wirtsgarten angeschlossen ist. Hier durften wir auf ein eigens für uns vorbereitetes kaltes Buffet zugreifen. Ausgefüllt und glücklich, am Ziel gewesen zu sein, fuhren wir nach Hause.

Sonderbus nach Schwarzenbruck
Was hatten wir für ein Glück! Das Wetter für die Wanderung durch die Schwarzachschlucht, auch Schwarzachklamm genannt, war sonnig und warm – einfach ideal.
Die Schwarzachklamm vor den Toren Nürnbergs gehört zu den 100 schönsten Geotopen in Bayern und steht seit 1936 unter Naturschutz. Der Rundweg führt durch wildromantische Natur. Ausgespülte und selten deformierte Felsen ragen hier nach oben, an die sich alte Bäume mit ihren dicken Wurzeln klammern.
Das Wasser der Schwarzach hat sich im Laufe der Jahre tief in den Buntsandstein eingeschnitten, der die steilen Schluchtwände bildet, teils mit riesigen überhängenden Dächern und Brandungshöhlen, wie die Karlshöhle und die Gustav-Adolf-Höhle. Das sind die beiden größten Höhlen. Die Gustav-Adolf-Höhle hat ihren Namen übrigens aus dem Dreißigjährigen Krieg, als der Schwedenkönig nach einem Gefechtssieg im Jahre 1632 einer Predigt des Nürnberger Pfarrers Cornelius Mareius beiwohnte. Wir durchwanderten auf schmalen Pfaden, über enge Steige und durch Felsdurchbrüche dieses urzeitliche und geheimnisvolle Geotop. Eine nicht alltägliche Gegend mit diesen gigantischen Felsformationen.
Kurz nach dem Flußkraftwerk Gsteinach überquerten wir die Schwarzach und machten uns dann entlang des Ludwig-Donau-Main-Kanals auf den Rückweg, der direkt im Biergarten der Waldschänke Brückkanal endet. Ein lauschiger, schattiger Platz und eine riesige Auswahl an Speisen und Getränken. Hier machten wir Rast, bis uns der Bus wieder nach Hause brachte – nach einem wunderschönen und sehr eindrucksvollen Ausflug.

 

Rund um Neukirchen
Vom Bahnhof weg ging es auf Forst- und Wiesenwegen in östlicher Richtung. Blickt man von da auf das sonnenbeschienene Neukirchen, so zeigt sich der Ort mit seinem Kirchturm und einigen Fachwerkhäusern, umrahmt von Wald und Hügeln, äußerst malerisch. Ob Wiesen, Bäume oder Sträucher, alles ringsum war so satt grün. Eigentlich keine Anzeichen von langer Trockenheit, Wir kamen hinein in den Wald und waren bald inmitten der Felsgesteine mit den Karsthöhlen des Jura-Kalksteins. Es macht immer wieder Freude, diese Gegend auf weichem Waldboden zu durchstreifen. Die Sonne brannte inzwischen ziemlich heiß herunter und der Weg zum "Gasthof zur Post" auf freier Flur wurde deshalb (gefühlt) sehr lang. Aber – wir wurden dort belohnt mit gutem Essen und einer sehr freundlichen Wirtin. Da sich unsere bisherige Wanderung etwas in die Länge und die Mittagspause somit in den Nachmittag hineinzog, fand der weiter geplante Marsch zum Neidstein vorallem wegen der Hitze keine Begeisterung mehr. Man entschloß sich daher, den Wandertag diesmal früher zu beenden, womit alle doch sehr zufrieden waren

 

Kröblitz-Schönbuchen
Unser Ziel war heute die Wallfahrtskirche Schönbuchen. Vom Wanderparkplatz aus - nahe Kröblitz -führte eine kleine Straße steil nach oben, dann auf einen Waldweg immer noch bergauf.  Da hatten wir aber das größte Pensum an Höhenmetern bereits erreicht. In dem herrlichen Waldgebiet kamen wir zur Kupferplatte, ein Rastplatz auf einem kleinen Plateau, von dem man einen wunderschönen Blick hinunter auf das Murnthal hat. Wir marschierten weiter, vorbei an der Rastkapelle Warberg, bis wir einen sonnigen Platz zum Brotzeitmachen fanden. Der Schönbuchenweg, begleitet vom Qualitätswanderweg Goldsteig, führte uns dann in die Senke des Murnthales zur Wallfahrtskirche Schönbuchen. Direkt am Goldsteig liegt dieses Kirchlein, ganz idyllisch zwischen riesigen Buchen. Von dem Freisitz aus blickt man über eine sanfte grüne Landschaft. Was danach kam, empfanden alle als den Höhepunkt dieser Wanderung. Der Forst- und Waldweg ging hinein in ein wildes urwaldähnliches Gebiet. Auf der einen Seite die Steilwand mit Felsbrocken wie hingerollt, dazwischen unübersehbares Bruchholz, und Stein und Holz dick und dunkelgrün bemoost. Auf der anderen Seite stark abfallend hinunter, wo man die Schwarzach durchschimmern sah. Alles wirkte etwas geheimnisvoll. Es wurde allmählich flacher, das Dickicht am Flusslauf entlang breiter und das Licht- und Schattenspiel in den Laubbäumen intensiver. Man konnte sich kaum sattsehen an so viel ursprünglicher Natur und war entsprechend überrascht, als man plötzlich schon bei den Autos stand. Wieder eine besonders schöne Wanderung mit bleibenden Eindrücken!(C:G😊)

Im Lauterachtal von Flügelsbuch nach Kastl
Der Nebel am frühen Morgen hatte sich verflüchtigt und es versprach ein herrlicher Tag zu werden. Eine fröhliche Gruppe begann ihre Tour in Flügelsbuch, zunächst auf ebenen Forstwegen, dann durch den Wald und schließlich in das reizvolle Tal der Lauterach. Es ist immer wieder eine Freude, am Fluss entlang zu gehen, Gänse und Forellen zu beobachten und auf den nicht gemähten Wiesen so viele seltene Pflanzen und Gewächse zu finden. Wir kamen nach Kastl hinein und konnten dort eine solche Fülle an wunderschönen Blumen vor den Häusern, an den Balkonen und in den Gärten bewundern. Eine wahre Farbenpracht! Im Forsthof machten wir Mittagspause und genossen das Essen im Wirtsgarten – die Temperaturen kletterten inzwischen beachtlich in die Höhe. Wenigstens ein Anstieg mußte aber auch bei dieser Wanderung dabei sein und so führte unser Rückweg über den Fußberg zurück nach Flügelsbuch, meist aber durch schattigen Wald. Schön war's wieder – was bei diesem Wetter gar nicht anders sein kann.(C.G.)