Alfeld – Lieritzhofen

 

Regen war angesagt, aber es kam wie so oft in diesem Jahr, anders. Gleich am Anfang kam ein steiler Aufstieg, der die volle Aufmerksamkeit erforderte. Durch den tagelangen Regen, waren die Wurzeln und Steine sehr glatt.  Der Abstieg in das wunderschöne Rinntal belohnte uns mit einem reichhaltigen Blumenflor, Es war ein Genuss für uns Naturliebhaber. Es blühte trotz des Spätsommers und der schlechten Wetterbedingungen in allen Farbnuancen. Die wilde und immer noch üppige Karstlandschaft verstärkte noch den Eindruck. Auch das Gasthaus überraschte uns mit einer guten und reichhaltigen Speisekarte. Erst auf der Heimfahrt erreichte uns das Regenwetter. Wieder einmal hatten wir großes Glück!

 


Busfahrt in den Steinwald

Wieder stand eine der sehr beliebten Busfahrten auf dem Programm und das auch noch bei wunderschönem Wetter. Es ging nach Waldershof, zum Busparkplatz nahe des "Marktredwitzer Hauses". Von hier aus brachen Lang- und Kurzwanderer zu ihren Rundwanderungen auf. Das erste Ziel der Langwanderer war die Burgruine Weißenstein, wohin der Goldsteig-Wanderweg führte, bei frischem Wind und Sonnenschein. Dann stand man plötzlich vor diesem imposanten Mauerwerk auf Fels gebaut. Die umfangreich restaurierte Burgruine aus dem 12. Jahrhundert ist eine der spektakulärsten Ruinen in der Oberpfalz und einzigartig durch ihre Lage mitten in einer bizarren Steinformation. Ein Teil der Gruppe bestieg natürlich den Turm – den Bergfried - auf hölzernen Freilufttreppen in fast schon schwindelnde Höhe. Die Aussicht dort oben war aber grandios, der Rundblick reicht vom Oberpfälzer Wald bis in den Böhmerwald und ins Erzgebirge. Wir wanderten weiter zu der aus Holz und Granit bestehenden Dreifaltigkeitskapelle und dann zog es sich leicht ansteigend bis zum Oberpfalzturm, ein hölzerner Aussichtsturm auf der 946 m ü. NHN hohen Platte, dem höchsten Berg des Steinwaldes. Hier hielt sich der Drang, nochmals 150 Stufen nach oben zu steigen, allerdings in Grenzen. Der Rückweg durch den lichtdurchfluteten Wald brachte uns dann in das schon herbeigesehnte "Marktredwitzer Haus", wo wieder alle zusammentrafen. In dem wunderschönen Wirtsgarten mit herrlichem Blick hinaus in die hügelige und sonnige Landschaft wurde noch Hunger und Durst gestillt bevor man, froh über diesen schönen Ausflugstag, wieder nach Hause fuhr.


Pfreimd – Eixlberg – Kulm
Geplant war eigentlich eine längere Tour in den Juratälern. Aufgrund der vorhergesagten Gewitter und Regenschauer am Nachmittag hat man sich zu einer Alternative entschlossen, bei der man den Rückweg falls nötig, abkürzen kann.
Wir fuhren also Richtung Pfreimd und machten uns ab Untersteinbach zu einer sehr schönen Wanderung auf. Es ging von Anfang an aufwärts, durch lichte Wälder mit nass-glänzendem Laub und herrlich reiner Luft. Unser erstes Ziel war der Eixlberg mit seiner Wallfahrtskirche St.Barbara, der Emmausklause und der Lorettokapelle. Ein wunderschöner Ort auf dem  grünen Hügel, umrahmt von uralten, riesigen Bäumen. Weiter durch Wald und Flur, mal runter, mal rauf, wanderten wir hinauf auf den Kulm mit seinen 626 Hm. Neben dem 19,5 m hohen Aussichtsturm, den heute keiner besteigen wollte, gibt es noch die Kulmhütte. Die ist zwar geschlossen, bietet aber auf der hölzernen Veranda einen idealen Rastplatz. Den nutzten wir zum Brotzeitmachen und genossen diese Stille in purer Natur rings um uns. Das lauteste Geräusch war dann aber der plötzliche Regenguss, der herniederprasselte. Sämtlicher Regenschutz wurde ausgepackt und angelegt, aber bis wir uns dann auf den Rückweg machten, war alles wieder vorbei. Wir kamen also trockenen Fußes wieder nach Untersteinbach und freuten uns alle über diese gut gewählte Alternative. Es war eine echte  Waldbaden-Wanderung, auch ohne Umarmung von Bäumen, und trotz der langen Anstiege ruhig und erholsam.


Hartmannshof – Högen
In der Hoffnung, dass man heute vom Regen verschont bleibt, wanderten wir wieder mal durch das Högenbachtal. In Hartmannshof gings los und gleich sehr steil und lange bergauf, vorbei an etlichen Felsenkellern, die noch immer genutzt werden. Endlich oben, war man dann auf freier Flur, ringsum Felder, Wiesen und Wälder, darüber der blau-weiße Himmel. Wir kamen durch den kleinen Ort Guntersrieth, hatten auf dem weiteren Weg einen Blick auf die Burgruine Lichtenegg, dann abwärts und nach Högen hinein. In dem sehr einladenden Gasthof "Sternwirt" konnten wir gepflegt zu Mittag essen. Allerdings ging es danach auf Wiesenpfaden wieder aufwärts, dann entlang des Högenbaches, vorbei an dem Felsenturm "Alter Fritz" nach Haunritz. Hier gibt es inmitten einer Wiese eine wunderschön angelegte kleine Kneipp-Anlage. Natürlich mussten wir da einen Stopp einlegen, um so manchen heißen Füßen eine Kühlung zu gönnen. Ein richtig schöner Platz wäre das zum Ausruhen und Entspannen. Wir wanderten jedoch weiter und kamen über Weigendorf, immer entlang des Högenbaches wieder nach Hartmannshof. Das Wetter war heute wirklich ideal zum Wandern, angenehme Temperaturen, kühle Brisen und tatsächlich kein Regen. Schön war's!


Über den Schwarzenberg und Windloch
Der Regen heute Nacht und auch noch am Morgen verhieß nichts Gutes. Trotzdem fuhren wir mit schwingenden Scheibenwischern wie geplant nach Poppberg. Es hörte rechtzeitig zu regnen auf, als wir etwas außerhalb der Ortschaft abmarschierten und uns gleich auf Waldboden bewegten. Laub und Luft war reingewaschen, die feuchte Erde und Rinde roch so gut, man konnte das richtig einatmen. Der herrliche Waldweg mit seinen bemoosten Felsbrocken führte durch stark naturbelassenes und eher wildes Gebiet zuerst zum Alfelder Windloch, eine natürliche Karsthöhle bei Kauerheim. Die Höhle mit etwa 2200 Meter Gesamtlänge ist die zweitgrößte in der Fränkischen Alb. Dann gings über den Schwarzenberg nach Alfeld. Hier ließen wir uns zur Mittagspause nieder im Gasthof "Berghof" - ein sehr ansprechendes Lokal, mit freundlicher und flotter Bedienung und guten Speisen. Danach brauchte man aber doch die Regenschirme, Nässe von oben war ja angesagt. Der Rückweg über den Reisefels und Leherberg war wieder genauso wildromantisch, man musste nur aufpassen wegen der vielen nassen Wurzeln und der aufgeweichten glitschigen Erde. Laubwald und Felsgestein auf- und abwärts, Wiesen voll Wildblumen, Felder mit leuchtend gelben Sonnenblumen, dazu noch jede Menge Walderdbeeren und Himbeeren, machten die ganze Route äußerst abwechslungsreich. Der Regen hatte inzwischen wieder aufgehört, fast trocken und frischluft-gestärkt erreichten wir die Autos nach dieser feuchtschönen Wanderung.