Lengenfeld-Theuern-Ebermannsdorf-Lengenfeld
Gehen wir oder gehen wir nicht? Das war die große Frage heute Morgen am Treffpunkt unter’m Regenschirm. Da dann aber doch acht Wandersleut zusammentrafen, fuhren wir nach Lengenfeld zum Ausgangspunkt. Zuerst nutzten wir den Radweg Richtung Theuern. Es regnete und die noch vereisten Wege forderten schon etwas Aufmerksamkeit. Das hieß: Blick zum Boden und ab im Gänsemarsch am Wegesrand entlang. Durch Theuern hindurch und den schon oft begangenen Anstieg hinauf kamen wir auf den Höhenweg, der nach Ebermannsdorf führt. Von dort oben hat man normalerweise einen sehr schönen Blick auf den Elsenbach, der sich durch das Tal schlängelt und auf eine weite sanfte Landschaft ringsum. Heute war das leider etwas eingetrübt. In Ebermannsdorf war Mittagspause im Berggasthof Agnes angesagt und danach – zur großen Überraschung Aller – konnten wir unseren Rückweg bei blauem Himmel und Sonnenschein antreten. Der Luxemburger Weg, ein schöner lichter Waldweg, führte uns über Penkhof wieder nach Lengenfeld.

 

Endlich eine Winterwanderung mit Sonnenschein und keine feuchte „Nebelsuppe“. Unsere Tour führte uns von Schwenderöd noch Poppberg. Warm verpackt überstanden wir die eisigen Temperaturen. Die verschneite Landschaft bot einen herrlichen Blick über das Birgland . Am Mittag freuten wir uns über die Einkehr, konnten wir uns doch wieder etwas aufwärmen. Gut gelaunt und wieder etwas für unsere Gesundheit getan zu haben,  kehrten wir zu unseren Autos zurück.

 

Lauf – Bitterbachschlucht – Nuschelberg
Es gibt sie noch - die wahrhaftigen Optimisten. Fünf davon gingen – die miserablen Wettervorhersagen missachtend – auch heute auf Tour. Unser Wanderweg startete am Ortsrand im Nordwesten der Stadt Lauf, führte nach den letzten Häusern in den Wald hinein und in die Bitterbachschlucht. Hier regnete es bereits und hörte auch nicht mehr auf. Der Bitterbach schlängelt sich durch eine wildromantische Felsenschlucht mit interessanten Sandsteinformationen und -einschnitten. Zum Teil unterspülte Schluchtwände und mit Moos und Farn überwucherte Felsen machen diese Landschaft besonders reizvoll. Der Weg, auch als Naturlehrpfad ausgezeichnet, informiert mit verschiedenen Tafeln über die Entstehung dieser Schlucht und die Bedeutung des Waldes für Mensch und Tier. Über einige Holzstege, rutschiges Wurzelwerk und schlammige Stellen kamen wir dann nach Nuschelberg in das fränkische Wirtshaus Hallerschlösschen. Eine angenehme Mittagsrast im gemütlichen Gastraum mit sehr guter Küche. Durch den anhaltenden Regen gestaltete sich der Rückweg noch nasser, die Pfützen waren noch größer und der sonst flache Bitterbach - im Sommer oft ohne Wasser - war inzwischen zu einem wilden, reißenden Bach angeschwollen, ein toller, seltener Anblick. Froh waren wir schon, als das Auto wieder in Sicht kam, empfanden diese Wanderung aber trotz des tristen Wetters als wunderschön und alle würden sie gerne zu einer anderen Jahreszeit wiederholen.(C.G.)