Durch die Vilsecker Mulde
Ursprünglich, natürlich, heiter und idyllisch  – genau das machte die heutige wunderschöne  Wanderung aus.
Ausgangspunkt war natürlich Vilseck, wo wir gleich zu Anfang Wissenswertes über die Stadt erfuhren und einige verborgene Schönheiten und Besonderheiten zu sehen bekamen. Dann gings stadtauswärts, über eine kleine Anhöhe auf dem Wallenstein-Tilly-Weg, der dann in den Vilsecker Muldenweg mündet. Aus dem Wald heraus kam man ins Feuchtgebiet am Oberlauf der Vils. Im Mittelalter gab es in der Vilsecker Mulde eine ausgedehnte Teichlandschaft, die Weiher mit Namen wie Hackelweiher, Schleierweiher, Sollerweiher usw. wurden als Fischweiher genutzt und sind heute Feuchtwiesen, die der Bund Naturschutz seit vielen Jahren pflegt. Eine Mittagspause ganz anderer Art verbrachten wir diesmal an einer Fischerhütte am See. Hervorragend organisiert von Maria und ihrem stillen Helfer gab es Gegrilltes, Beilagen und Getränke. Es war herrlich hier zu sitzen, weitab von Trubel und Lärm, richtig entspannend. Der Rückweg durch das urtümliche Moorgelände ging teilweise durch meterhohes Gras hinein in eine ebene Landschaft, die nicht spektakulär ist, sondern einfach schön. Grüne Wiesen, hohe Gräser mit Feldblumen, dichte dunkle Baumreihen und Waldstreifen ringsum, still und ruhig und durchzogen von angenehmen Düften von Hollunder und dem Rosengewächs Mädesüß. Es war herrlich! Über die Kreuzbergkirche Axtheid-Berg kamen wir in die Vilsauen und in dem dort befindlichen offenen Pavillon wurden wir von unserer Wanderfee noch mit Kaffee und Kuchen überrascht. Hier konnte man In einem kleinen Kneippbecken an der Vils auch noch die strapazierten Füße erfrischen. Zu den Autos war es dann nicht mehr weit und die allgemeine Begeisterung über diese tolle Wanderung – ideal, sehr gelungen und dazu noch bestes Wetter - war klar und deutlich.

Busfahrt ins Fränkische Seenland
Schon lange war es nicht mehr möglich, eine der beliebten Busfahrten durchzuführen. Umso größer war nun die Freude, an der ersten Fahrt in diesem Jahr teilnehmen zu können. Es ging ins Fränkische Seenland und zwar zum Rothsee, dazu noch bei herrlichem Wetter. Der See liegt wunderschön zwischen Allersberg und Hilpoltstein, nah am Main-Donau-Kanal. Auf gut präparierten Wegen wanderten wir um einen Großteil des Sees, meist am Ufer entlang, und immer mit Blick aufs Wasser. Es wurde da schon richtig heiß und jeder Schattenfleck, den ein Baum auf den Weg warf, war ein willkommener Grund, kurz zu pausieren. Dann war aber das Seezentrum Heuberg zu sehen mit den im Hafen liegenden weißen Segelbooten – und natürlich auch das herbeigesehnte "Gasthaus Rothsee". Hier konnte man nun bis zur Abfahrt des Busses gemütlich und sonnengeschützt sitzen bei kleinen Brotzeiten, Kaffee und Kuchen. Ein gelungener Auftakt für die hoffentlich weiteren Busfahrten.

 

Schönsee – Stückstein

 

Die Wetteraussichten für heute waren mehr als schlecht. Wir wagten es trotzdem und fuhren nach Schönsee, wo unsere Rundwanderung begann. Mit düsteren Wolken über uns, aber noch trocken, ging es über den Lauber Berg nach Laub und durch eine wunderschöne sanft hügelige und satt grüne Landschaft.Die Wiesen waren hier noch kaum abgemäht, sie waren hochgewachsen, bunt und blumig. Ein Waldweg mit viel Totholz und krakeligem Geäst - hier darf der Urwald wachsen und gedeihen - führte zum Stückstein mit seinem 32 m hohen Aussichtsturm. Nach tatsächlich 152 Stufen kommt man zu der rundumgehenden Plattform, die einen grandiosen Rundblick in den Oberpfälzer - und Bayerischen Wald, zum Fichtelgebirge bis über die Landesgrenze nach Tschechien bietet. Heute war die Weitsicht durch den verhangenen Himmel halt etwas eingetrübt, trotzdem hat sich der Aufstieg gelohnt. Hinab über einen ehemaligen Skihang kamen wir zum Wildpark „Walderlebnisbühne“. Ein Holzpavillon davor lud zum Sitzen ein und da machten wir erst mal Mittagspause. Dann sollte uns die Schlechtwetterfront aber doch noch erwischen. Auf dem Waldpfad an dem riesigen Wildgehege entlang, wo sich Wildschweine, Mufflons, Hirsche und Ziegen tummeln, fing es leicht zu regnen an, steigerte sich aber zusehends. Bis wir aufwärts und abwärts durch Wald und Flur über Lindau bei den Autos ankamen, waren wir natürlich nass, von oben bis unten und außen wie innen. Richtig schlimm wurde es auf der Heimfahrt, ein Gewitter nach dem anderen und Regen in Strömen.

 

Trotzdem, auch nasse Wanderungen haben einen gewissen Reiz und niemand hat bedauert, mitgegangen zu sein.

 

 

Orchideenwanderung
Eine kleine sehr schöne Rundwanderung bei sommerlichen Temperaturen wurde den Mittwochswanderern heute geboten. In Schöpfendorf gings los und auch bald hinein in den sonnendurchstrahlten Mischwald. Und da waren sie – die Orchideen. Den Zeitpunkt ihrer Blüte hatten wir geradeso getroffen. Einzeln und auch in Grüppchen lugten die Blüten in gelb und lila aus dem Waldboden, wie zarte scheue Wesen. Einfach schön anzuschauen. Nach ausgiebigem Fotoshooting zogen wir aber weiter und folgten dem Steig hinauf auf den Kalmusfels mit seinem Gipfelkreuz. Ziemlich steil gings da hinauf und man mußte schon gut aufpassen. Nach kurzer Pause an einem schönen Rastplatz hier oben wanderten wir weiter durch diesen herrlichen Wald und kamen auf dem Rückweg nochmals bei den Orchideen vorbei, um vielleicht doch ein noch schöneres Foto zu schießen.