Im Tal und auf der Höh  -  Simbach-Holnstein
Wahrhaftig eine Berg- und Talwanderung, bei der man seine Kondition wieder mal austesten konnte. Bei schönstem Wanderwetter begann unser Marsch in Simbach und führte gleich steil ansteigend über Matzenhof auf die erste "Höh". Hier bot sich eine weite Feld- und Wiesenlandschaft mit Höhenweg bei Höhenluft und Höhensonne. Bergab und bergauf durch Laubwald, an Ernersdorf vorbei fanden wir hoch über dem Main-Donau-Kanal den ersten Brotzeitplatz mit einem wunderschönen Ausblick auf Berching. Danach gings talwärts auf dichtem raschelndem Laub ins Rachental zu den "Funkelnden Kaskaden", die durch den im Quellwasser gelösten Kalk entstehen. Die langanhaltende Trockenheit ließ anstelle der erwarteten funkelnden Quellwasser-Kaskaden leider nur ein Rinnsal zwischen den Moospolstern zu. In diesem urigen wildromantischen Waldstück stiegen wir entlang des schluchtigen Bachlaufs wieder aufwärts und über Wald und Wiesen hinunter nach Rudersdorf. Hier gönnten wir uns noch eine zweite kleine Rast, bevor uns die Route ins Tal der Weissen Laber führte. Auf dem Jurasteig vorbei an der Marienquelle bei Hermannsberg kamen wir schließlich zurück nach Simbach.
Eine etwas anspruchsvolle, aber wunderschöne erlebnisreiche Wanderung!

 

Hohenstein - Märzenbecherwald – Osternohe – Christrosenwald

 Der "Märzenbecherwald" im Fränkischen war schon ein Lockmittel - dazu noch das Frühlingswetter! So fuhren wir heute mit fünf Autos im Konvoi nach Hohenstein. Unterhalb der auf mächtigen Dolomitfelsen stehenden Burg begann unsere Wanderung, gleich steil bergab in Richtung Algersdorf. Danach wieder aufwärts in den Märzenbecherwald - ein etwa 1,5 Hektar großes Laubwaldgebiet und ausgewiesenes Naturdenkmal. Der Märzenbecher bedeckt dort den braunen Laubwaldboden mit einem wunderschönen weißen Blütenteppich, der allgemeine Bewunderung und natürlich zahlreiche Fotoapparate hervorrief. Wir marschierten weiter durch noch kahle lichte Wälder, auf angenehm weichen laubbedeckten Wegen bergauf und bergab über Morsbrunn auf den Schloßberg, wo es die längste Skiliftanlage Mittelfrankens gibt. Wir kamen gerade recht, die Mountainbiker zu beobachten, die in der schneelosen Zeit diesen Bügellift nutzen, um dann in ihre Bikerpiste hineinzupreschen. Ein letztes Stück Weg führte uns dann zum Berggasthof Igelwirt, wo wir uns das wohlverdiente Mittagessen gönnten. Ausgeruht und allseits zufrieden machten wir uns auf den Rückweg, erst wieder ein langer steiler Anstieg, dann auf Höhenwegen mit immer wieder weitem Rundblick in das fränkische Bergland, über Entmersberg nach Hohenstein.
Der Tipp eines Wanderers brachte uns zum Abschluss noch ein weiteres Highlight. Auf der Heimfahrt machten wir noch einen Abstecher zu einem wenig bekannten, aber dem Märzenbecherwald ebenbürtigen „Gebiet mit Christrosen“. Ein Naturwald mit einer enormen Fülle von Christrosen, in den Farben weiß, gelb und rosa bis dunkelrot. Ein herrlicher Anblick, von dem man sich nur schwer lösen konnte.

 

Diese Wanderung heute dürfte wohl jeglichen vorhandenen Winterblues ausgelöscht haben.(C.G.)

 

Reisach – Edelsfeld
Nach den tristen Regentagen konnten wir heute wieder mal Sonne pur genießen. Eine wunderschöne Rundwanderung begann in Reisach, führte auf dem Teufelswanderweg nach Oberweißenbach und durch das Teufelslohholz zum Teufelssattel, ein sagenumwobener Felsbrocken, den der Höllenfürst einst hier abgelegt hat. Das sonnige Wetter machte die durchnässten und aufgeweichten Pfade wieder wett. Wir hatten, da meist auf Höhenwegen, eine ständig herrliche Sicht nach allen Seiten, sogar bis ins Fichtelgebirge konnte man sehen. Auf dem Panoramaweg gings bei heftigem Wind weiter bis nach Edelsfeld, wo wir uns im Gasthof "Goldener Greif" zur Mittagspause niederließen. Ein sehr ansprechendes Lokal mit ausgezeichneten Speisen. Der Rückweg führte über einige kleine Anstiege vorbei an Kleinalbershof nach Boden und traf dann in Oberweißenbach auf den anfangs begangenen Teufelswanderweg. Der vorhergesagte Nachmittagsregen blieb zwar nicht aus, erwischte uns aber erst auf den letzten paar Metern unserer Wanderung. (C.G.)

 

Rund um Neukirchen
Unsere heutige Rundwanderung begann am Bahnhof Neukirchen und führte erst mal nach Grasberg. Dort wurden wir schon von Herrn Sperber, einem Grasberger Hauseigentümer erwartet, der uns in seine unterirdische Höhle direkt unter den Wohnhäusern schauen ließ. Im Zuge eines Bauvorhabens Ende der siebziger Jahre wurde diese seltene Höhle bei Baggerarbeiten entdeckt. Von der ersten Kammer aus geht es noch weiter in einen 30 m tiefen Schacht. Es war ein äußerst imposanter Anblick, in diese Tiefe sahen wir aber lieber von oben über die Brüstung. Dann zeigte uns Herr Sperber noch einen damals ausgegrabenen Schädel eines Urelches.
Auf noch matschigen Feld- und Wiesenwegen marschierten wir weiter nach Waldlust und dann wieder hinein in den beliebten befelsten Wald und weiter zum Hartenfels. Der Blick hinunter nach Peilstein und weiter nach Neukirchen war überwältigend. Dann gings steil abwärts nach Neukirchen in den Landgasthof „Zur Post“. Dort herrschte reger Betrieb und Geduld war gefragt. Dafür hatte man aber extra für uns den Pizzaofen geheizt und herrlich frische Pizzen in allen Variationen wurden aufgetragen. Zur Nachmittagsrunde zog es uns gen Westen über Neidstein, Tabernakel und hoch zur Bergkuppe. Nach einer wunderschönen und abwechslungsreichen Kammwanderung mit Kraxeleinlagen kamen wir bei zwar bewölktem, aber trockenem Wetter zurück zum Ausgangspunkt. (C.G.)