Ins Klumpertal
Die wenigsten von uns kannten dieses etwas andere Gebiet - wild romantisch und zugleich schroff und bizarr. Kurz nach Bronn, unserem Ausgangspunkt, ging es erstmal bergauf auf den Höhenweg "Jägersteig". Ein schmaler samtweicher Pfad der uns im Mischwald durch das Klumpertal, eines der schönsten Täler in der Fränkischen Schweiz, führte.
Nah an steilen Hängen ging der Trampelpfad vorbei an gigantischen Felsformationen, aufragend, liegend oder übereinandergeschichtet. Riesige Felswände und Überhänge, alles sehr gewaltig und beeindruckend. Wieder talwärts ging es inmitten dieses Felsengartens an Fischweihern und Quellen mit kristallklarem Wasser vorbei und über Mittelmühle und Schüttersmühle nach Elbersberg. Auf einer Anhöhe etwas außerhalb dieser hübschen und sauberen Ortschaft erreichten wir den Landgasthof Kapellenhof und gönnten uns dort eine ausgiebige Mittagspause, die dann auch allgemeine Belobigung fand.
Unser Rückweg verlief dann - meist in freier Flur, vorbei an wunderschönen Blumenwiesen und blühenden Feldrainen – über Willenreuth und Lüglas zurück nach Bronn. Eine wirklich besondere und sehr reizvolle Wanderung bei sommerlichem Wetter!


In die Fränkische Schweiz – von Hersbruck nach Engelthal
Endlich wieder warm und sonnig, ein Wandertag ohne Schals und Mützen! Nach den vielen kalten und sehr windigen Tagen war das heute reines Genusswandern. Wir starteten am Bahnhof Hersbruck links der Pegnitz und kamen bald hinein in den herrlichen Mischwald. Der Frankenweg, ein weicher laubbedeckter Waldweg, führte mal kreuz und quer, mal auf und ab Richtung Engelthal, immer im Licht- und Schattenspiel der wärmenden Sonne, die durch das Geäst der Bäume schien. In Engelthal "speisten" wir im Gasthof Weißes Lamm, dort konnte man auch wieder draußen sitzen.
Auf dem Rückweg – in einer Lichtung – gab es noch unwahrscheinlich große Eichenbäume zu bestaunen, mit enorm dicken und verzweigten Stämmen und kolossalen Baumkronen. Unter solchen Riesen fühlt man sich ziemlich klein und wird fast ein bisschen ehrfürchtig. Bis zum Ende unseres Weges konnte man nochmals alle Düfte des Waldes und der Wiesen aufnehmen, um wieder eine Woche lang davon zu zehren.

 

 

 

14. Mai - Tag des Wanderns

In Amberg gibt es unzählige Gruppen, die dem Freizeitvergnügen "Wandern" frönen. Am 14. Mai wird der Tag des Wanderns deutschlandweit gefeiert. Auch der Bayerische Wald-Verein läßt sich für diesen Tag immer etwas Besonderes einfallen.

In diesem Jahr führte Bernd Frank vom Stadtentwicklungsamt Amberg durch das Naherholungsgebiet auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Fuchsstein, der sich dank des Einflusses der Stadt Amberg zu einem außergewöhnlichen Biotop entwickelt hat. Mit seinem umfassenden Wissen über Tiere und Pflanzen konnte Bernhard Frank den interessierten Wanderern viele Besonderheiten aus der Botanik erklären, von Alt-OB Wolfgang Dandorfer erfuhr man von Geschichte und Verfall der Wüstung Rammertshof, einer ehemaligen Turmburg aus der Zeit des Hochmittelalters, der Rammertshofer Mühle sowie dem Naturdenkmal Kreuzstein. Ein idyllischer aber eher seltener Anblick in diesem wunderschönen grünen Tal waren die großen Schafherden, die diese typische Karst- und Juralandschaft mit Kalktrockenrasen und Magerrasen beweiden.

Gerade in letzter Zeit sind Rückzugsflächen für Flora und Fauna wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt und so wird sich der Bayerische Wald-Verein auch in Zukunft für eine intakte und vielfältige Natur einsetzten.

Es ist bereits vorgesehen, auch im nächsten Jahr am Tag des Wanderns wieder ein besonderes Naturschutzgebiet zu besichtigen. Der BWV engagiert sich nicht nur bei einer solch zentralen Veranstaltung, sondern führt wöchentlich 2 Wanderungen durch, die den Teilnehmern die Schönheiten unserer Heimat und der Natur nahebringen.

 

Ins Kirschblütental und zu den Bayerischen drei Zinnen


"Wanderung ins Kirschblütental" stand im Wanderplan. Wir fuhren also ins Fränkische Richtung Pegnitz, über Hiltpoltstein nach Kemmathen. Hier begann unser Rundweg, allerdings ohne Kirschblüten, die Blütezeit war leider schon vorbei. Dafür durchwanderten wir aber eine so unbeschreiblich schöne Landschaft, die nicht vorhandene Kirschblüten vergessen ließ. Von Kemmathen aus führte ein Forstweg durch den lichten Wald und dann aufwärts auf schmalen Pfaden, ständig umrahmt vom hellen Maiengrün der Laubbäume. Wieder im Freien, stand man direkt vor den 3 mächtigen Felstürmen, den "Bayerischen Drei Zinnen". Ein imposanter Anblick!
Weiter gings im herrlichen Wald, durch Großenohe und zum Burggraf, eine Anlage des Burggrafen Friedrich von Nürnberg. Ein besonderer Anlaufpunkt hier oben ist die "Hohlkirche". Ein höhlenartiger, nicht ganz mannshoher Felsdurchgang zur Felskanzel des Burggrafsteins. Hier bot sich ein grandioser Ausblick auf das ringsum so grüne Trubachtal. Ein bißchen weiter stand dann noch so ein Ungetüm, der "Fürther Turm" – eine einzelne senkrecht aufragende Felsnadel, auch bekannt als markanter Kletterfelsen. Ab hier gings bergab, sehr steil und rutschig, über viele ausgewaschene Treppen, man mußte wirklich aufpassen. Wieder im Tal und vorbei an Streuobstplantagen und mit Schlüsselblumen übersäten Wiesen kamen wir nach Thuisbrunn. Dort genossen wir unsere Mittagspause im Gasthof Seitz bei vorzüglichem Essen. Der Rückweg führte dann über Hohenschwärz, hinein in das schöne Waldgebiet Buchwald und bei mäßigen Steigungen wieder nach Kemmathen.
Der Wandertag war durchsetzt mit kaltem Wind, ab und zu Sonnenschein und auch ein paar kurzen Graupelschauern, aber erfüllt mit Eindrücken von einer wunderschönen Gegend und ihren vielen Besonderheiten.