14. Mai - Tag des Wanderns

In Amberg gibt es unzählige Gruppen, die dem Freizeitvergnügen "Wandern" frönen. Am 14. Mai wird der Tag des Wanderns deutschlandweit gefeiert. Auch der Bayerische Wald-Verein läßt sich für diesen Tag immer etwas Besonderes einfallen.

In diesem Jahr führte Bernd Frank vom Stadtentwicklungsamt Amberg durch das Naherholungsgebiet auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Fuchsstein, der sich dank des Einflusses der Stadt Amberg zu einem außergewöhnlichen Biotop entwickelt hat. Mit seinem umfassenden Wissen über Tiere und Pflanzen konnte Bernhard Frank den interessierten Wanderern viele Besonderheiten aus der Botanik erklären, von Alt-OB Wolfgang Dandorfer erfuhr man von Geschichte und Verfall der Wüstung Rammertshof, einer ehemaligen Turmburg aus der Zeit des Hochmittelalters, der Rammertshofer Mühle sowie dem Naturdenkmal Kreuzstein. Ein idyllischer aber eher seltener Anblick in diesem wunderschönen grünen Tal waren die großen Schafherden, die diese typische Karst- und Juralandschaft mit Kalktrockenrasen und Magerrasen beweiden.

Gerade in letzter Zeit sind Rückzugsflächen für Flora und Fauna wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt und so wird sich der Bayerische Wald-Verein auch in Zukunft für eine intakte und vielfältige Natur einsetzten.

Es ist bereits vorgesehen, auch im nächsten Jahr am Tag des Wanderns wieder ein besonderes Naturschutzgebiet zu besichtigen. Der BWV engagiert sich nicht nur bei einer solch zentralen Veranstaltung, sondern führt wöchentlich 2 Wanderungen durch, die den Teilnehmern die Schönheiten unserer Heimat und der Natur nahebringen.

 

Ins Kirschblütental und zu den Bayerischen drei Zinnen


"Wanderung ins Kirschblütental" stand im Wanderplan. Wir fuhren also ins Fränkische Richtung Pegnitz, über Hiltpoltstein nach Kemmathen. Hier begann unser Rundweg, allerdings ohne Kirschblüten, die Blütezeit war leider schon vorbei. Dafür durchwanderten wir aber eine so unbeschreiblich schöne Landschaft, die nicht vorhandene Kirschblüten vergessen ließ. Von Kemmathen aus führte ein Forstweg durch den lichten Wald und dann aufwärts auf schmalen Pfaden, ständig umrahmt vom hellen Maiengrün der Laubbäume. Wieder im Freien, stand man direkt vor den 3 mächtigen Felstürmen, den "Bayerischen Drei Zinnen". Ein imposanter Anblick!
Weiter gings im herrlichen Wald, durch Großenohe und zum Burggraf, eine Anlage des Burggrafen Friedrich von Nürnberg. Ein besonderer Anlaufpunkt hier oben ist die "Hohlkirche". Ein höhlenartiger, nicht ganz mannshoher Felsdurchgang zur Felskanzel des Burggrafsteins. Hier bot sich ein grandioser Ausblick auf das ringsum so grüne Trubachtal. Ein bißchen weiter stand dann noch so ein Ungetüm, der "Fürther Turm" – eine einzelne senkrecht aufragende Felsnadel, auch bekannt als markanter Kletterfelsen. Ab hier gings bergab, sehr steil und rutschig, über viele ausgewaschene Treppen, man mußte wirklich aufpassen. Wieder im Tal und vorbei an Streuobstplantagen und mit Schlüsselblumen übersäten Wiesen kamen wir nach Thuisbrunn. Dort genossen wir unsere Mittagspause im Gasthof Seitz bei vorzüglichem Essen. Der Rückweg führte dann über Hohenschwärz, hinein in das schöne Waldgebiet Buchwald und bei mäßigen Steigungen wieder nach Kemmathen.
Der Wandertag war durchsetzt mit kaltem Wind, ab und zu Sonnenschein und auch ein paar kurzen Graupelschauern, aber erfüllt mit Eindrücken von einer wunderschönen Gegend und ihren vielen Besonderheiten.