Busfahrt nach Flossenbürg, dem Ort des Granits
Grau und trüb – wie es zu einem Buß- und Bettag gehört. Zum Glück blieb es trocken.
Den Panorama-Rundweg von St. Ötzen nach Flossenbürg erkundeten die Langwanderer. Ein abwechslungsreicher Weg mit historischem Hintergrund, der eigentlich tolle Aussichtspunkte zu bieten hätte. Leider sind diese meist zugewachsen und lassen keine Weitblicke mehr zu. Umso reizvoller waren die zahlreichen Sitzbänke und ganz individuell aus Holz und Stein gestalteten Rastmöglichkeiten am Wegesrand -  bei schönem Wetter sehr einladend.
Die Kurzwanderer wurden auf den "Weg des Granits" geführt, der sich auf und ab um den 732 m hohen Schlossberg und den Burgweiher schlängelt. Das Naturschutzgebiet "Schlossberg Flossenbürg" umfasst die steil aufragende Granitkuppe mit seiner Burgruine. Durch früheren Gesteinsabbau entstand hier die sehr seltene zwiebelschalenförmige Schichtung. Wirklich beeindruckend, diese enormen Berghänge aus Granit. Zusammen mit der Burgruine stellt der Schlossberg dieses weithin sichtbare Wahrzeichen des Oberpfälzer Waldes dar.
So hat auch der graue November  seine Reize, das schwarze Wasser des Burgweihers, die zusehends lichter gewordenen Laubbäume und die verblassten Herbstfarben schufen in dem wunderschönen naturbelassenen Wald eine ganz besondere und geheimnisvolle Atmosphäre.
Natürlich machten wir nach dieser äußerst interessanten Wanderung noch einen Einkehrschwung in "Das kleine Wirtshaus" in Flossenbürg zu einem gemütlichen Ausklang.

Eschenfelden-Breitenstein

 

Unsere spätherbstliche Wanderung begann mit einem wunderschönen Blick zurück ins verträumte Eschenfelden. Der Sattelberg überraschte uns mit glühenden Herbstfarben auf schmalen Pfaden. Nach einigen Kilometern grüßte uns bereits die Doppelkapelle vom Breitenstein herunter.

 Bald kündigte der Duft des Gänsebratens das nahe Ziel an. Mit lautem Gänsegeschnatter wurden wir dann in der Kapellenschänke begrüßt. Der Gänsebraten ließ nicht lange auf sich warten, obwohl das Gasthaus bis auf den letzten Platz besetzt war. Alle genossen das vorweihnachtliche Essen, es war phantastisch.

 Wegen des flotten Ablaufs konnten wir den Rückweg etwas umfangreicher gestalten, mussten wir doch vor Dunkelheit am Ziel sein. Die bekannte Felsregion um Königstein war in der laubarmen Zeit besonders eindrucksvoll. Bei sonnig beschienenen grünen Wiesen und bunten Laubbäumen war vom anstehenden Winter nichts zu spüren.

 

Reusch – Kastl – Reusch
Wirklich im dichten Nebel fuhren wir heute nach Reusch und starteten von dort unsere Wanderung. Auf Wiesen- und Forstwegen ging es hinein in den Wald, über die Anhöhen Kühbichel, Schnarrer, Blauer Berg und durch Gaishof hinunter zur Lauterach. Noch leichte Nebelschleier und die Sonne, die sich langsam durch die Wolkendecke kämpfte, legten die Landschaft in ein besonders stimmungsvolles Licht.
Entlang der Lauterach kamen wir nach Kastl und konnten im Gasthaus Zum Schwarzen Bären eine genüssliche Mittagspause verbringen. Der Rückweg, inzwischen bei Sonnenschein, verlief auf der anderen Seite der Lauterach über den Enzenberg, den Kastler Berg und die Bürg wieder nach Reusch. Der sonst sehr romantische Weg erwies sich heute aber etwas wilder. Verwachsungen, viel Gestrüpp und die rutschigen Abstiege auf nassem Laub forderten noch ein bisschen Aufmerksamkeit. Diese abwechslungsreiche Wanderung und dazu das sonnige Herbstwetter stimmte uns alle wieder mal glücklich und zufrieden.


Pleystein-Fahrenberg-Zottbachtal
Typisches Novemberwetter! Es regnete und nebelte. Trotzdem begaben sich acht Schlechtwetterfreunde auf Wanderschaft. Auftakt war in Pleystein, mit Schirm und Regenumhang geradewegs hinauf auf den 800 m hohen Fahrenberg. Ein sehr schöner Waldweg, auch mit Aussichtspunkt, heute aber nur in eine Nebelwand hinein. Fast schon oben angekommen, sah man im Nebelschleier die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, eine der ältesten Marienwallfahrtsstätten unserer bayerischen Heimat. Ein wunderschöner barocker Hochaltar mit Gnadenbild befindet sich in der Kirche und auf dem Dachfirst die Muttergottesstatue, in Kupfer getrieben und vergoldet, als Symbol der Hoffnung auf Versöhnung.
Nun ging es etwas erholsamer und leicht abwärts über Mangelsdorf nach Neuenhammer, vorbei an einem idyllischen Hirschgehege, zur Einkehr beim Hammerwirt. Ein sehr gepflegtes Lokal im Landhausstil, mit gutem Essen und freundlichem Personal. Inzwischen hatte der Regen aufgehört und es wurde ringsum etwas heller. Der Rückweg, der schönste Teil dieser Rundwanderung, führte auf dem Glasschleiferweg durch das Zottbachtal. Der kulturgeschichtliche Glasschleiferweg ist von besonderem Reiz, bietet Einblick in die früheren Lebensverhältnisse der Bewohner und Informationen zu den ehemaligen Schleif- und Polierwerken. Entlang des Zottbaches weisen noch heute Ortsnamen wie Pingermühle, Peugenhammer, Hagenmühle, auf solche Betriebe hin. In Hagenmühle konnten wir noch eine sanierte Spiegelfglasscheiferei besichtigen. Der Zottbach entspringt in Tschechien und schlängelt sich hier durch ein wildromantisches farn- und pilzbewachsenes Gebiet. Leider fehlte die Sonne, die hätte dieses Stück Natur in ein glitzerndes Farbenmeer getaucht. Wir nutzten halt unsere Fantasie und genossen diesen Weg über Stege, Wiesen und Waldboden, bis nach Pleystein. Kurz davor bot die noch leicht umnebelte Kreuzbergkirche Pleystein einen faszinierenden Anblick. Diese neubarocke Kirche mit dem Salesianerkloster daneben erhebt sich seit 1902 auf einem 38 m hohen steil abfallenden Rosenquarzfelsen. Um dieses imposante Bauwerk aus der Nähe zu sehen, nahmen wir zum Abschluß noch den Anstieg durch die Stadt in Kauf. Es war lohnenswert ! So auch der ganze Wandertag, ausfüllend, sehr interessant und fröhlich.(C.G.)