Herbstwald


Durch den Laufer Canyon - die Bitterbachschlucht
„Oh du wunderschöner Herbst, wie du die Blätter golden färbst….“ ein Zitat von Theodor Fontane, das bei der heutigen Wanderung nicht treffender sein konnte.
Nordwestlich von Lauf a.d. Pegnitz begann unsere Wanderung, durch Rudolfshof und dann entlang des Bitterbaches. Durch die Erosionskraft seines Fließwassers entstand die enge Bitterbachschlucht, wo nun imposante Burgsandsteinaufschlüsse und Einschnitte zu sehen sind. Die Tour führte über laubbedeckte Waldwege, Holzbrücken und schmale Pfade mit vielen Baumwurzeln. Durch die hohen alten Bäume blitzte die Sonne und ließ Licht und Schatten spielen. Ohne wesentliche Steigungen kamen wir durch dieses schöne Stück Natur nach Nuschelberg zum Gasthof Hallerschlößchen. Trotz des großen Andrangs hier konnten wir in einem kleinen, für uns reservierten Nebenraum die gute fränkische Küche genießen. Der sehr abwechslungsreiche Rückweg führte über grüne Weiden, durch ein Rodungsgebiet, das Harvester wie einen Panzerübungsplatz aussehen ließen, dann wieder auf raschelndem Laub zu den Flußpfaden des Bitterbaches. Die Natur zeigte sich heute wieder mal von ihrer schönsten Seite. Sonnig und warm, bunt und farbenprächtig – das strahlt Fröhlichkeit aus und läßt den Herbst doch allgemein als die wunderbarste Jahreszeit erscheinen.

geänderte Bildfolge!

 

Über den Kuppenalbweg
Startpunkt war heute Engelsberg, Wiesen und Felder noch sehr verreift und Temperaturen im unteren Bereich. Nach dem ersten leichten Anstieg gings durch herrlich bunten Laubwald bis zum Habsberger Friedhof. Mit nur schmiedeeisernen und teils goldverzierten Kreuzen und den Grabumrandungen aus Bruchsteinen eine wunderschöne Ruhestätte in der Oberpfälzer Juralandschaft. Auf dem Kreuzweg, der über 367 Stufen den Leidensweg Christi darstellt, kamen wir dann auf den 621 Meter hohen Habsberg. Hier trohnt seit 1773 die Wallfahrtskirche „Maria Heil der Kranken“, die als eine der schönsten Rokokokirchen der westlichen Oberpfalz gilt. Nebenan befindet sich auch noch die Gnadenkapelle Maria Heimsuchung. Ein Teil des Jurasteiges führte weiter durch diese reizvolle Gegend und entlang der von einer riesigen Schafherde beweideten mageren Jurahänge. Mittagspause machten wir in Unterwiesenacker im Landgasthof Feihl. Unser Rundweg verlief dann auf dem Schlaufenweg des Jurasteiges über Hilzhofen, wo man unbedingt noch einen Stopp einlegen muss. Da gibt es das „Juradistl-Landschaftskino“, ein Kino ohne Leinwand, mit Blick in die großartige, je nach Jahreszeit wechselnde Natur. Auf Feld-, Wald- und Wiesenwegen, immer wieder mit tollen Rundblicken, erreichten wir dann Engelsberg. Sonne, blauer Himmel, rot, gelb und kupferleuchtende Laubwälder und liebliche Landschaften waren heute wieder reinster Naturgenuss.

 

Großmeinfeld - Hirschbach

 

Der Korbmachersteig führte uns hoch über dem Pegnitztal durch eine Herbstlandschaft hinunter nach Hirschbach. Herrliche Ausblicke über hügelige Höhen und verstohlene Blicke ins Pegnitztal waren ein Genuss. Später wanden sich bunte, versteckte Pfade und Hohlwege hinunter nach Hirschbach, wo uns das bekannte Gasthaus „Goldener Hirsch“ mit einer ansprechenden Küche überraschte. Danach änderte sich das Landschaftsbild im Reichental. Ein bequemer Weg führte zunächst vorbei an Felspartien und Höhlen, bis das letzte Stück zum „Windloch“ einige schwierige Passagen abverlangte, war doch die Wegführung fast nicht mehr sichtbar. Ein paar heikle Passagen waren zu überwinden, wo das von Manfred mitgebrachte Seil zum Einsatz kam. Weiter ging es zur bekannten Schlangenfichte, eine seltene Fichtenart, die vom Sturm beschädigt einen zerzausten Eindruck vermittelte. Kurze Zeit später war diese wunderschöne Wanderung durch über den herbstlichen Jura in Großschönbrunn zu Ende.

 


 

Auf dem Wacholderweg, 

 

Hohenburg-Mendorferbuch
Noch so ein wunderbarer Herbsttag! Kalt im Schatten, sehr warm in der Sonne und alles unter strahlend blauem Himmel. Wir wanderten hinaus aus Hohenburg und dann leicht ansteigend entlang der Trockenhänge im Lauterachtal. Hinter uns ragen die Überreste der Hohenburg als zackige Silhuette hervor, vor uns im Blick die Wallfahrtskirche von Stettkirchen, unter uns schlängelt sich die Lauterach im grünen Bett. Ein großartiges Landschaftsbild! Steiler werdend wand sich der schmale Pfad an schroffen Felsformationen vorbei, dann wieder durch Wald und Wiesen. Bergab ging es dann nach Mendorferbuch ins Gasthaus zu einer wohlverdienten Mittagspause. Der Rückweg führte direkt durch die Wacholderheide, ein Trockenrasen mit Wacholder- und Schlehenbüschen, teils steil und holprig, aber wildromantisch am sonnigen Hang entlang. Diese Romantik wurde noch getoppt mit einem Fußpfad durch ein "Heckentunnel", ein arkadenartiger Heckenwuchs.
Bald lag Hohenburg wieder vor uns und damit das Ende einer herrlichen Wanderung, teils auf dem Jakobsweg, dem Jurasteig und dem Wacholderweg, durch die wunderschöne "Bayerische Toskana".

 

Panoramablick auf Schwandorf   -   Schwandorf-Haselbach-Neukirchen
Als könnte es für lange Zeit der letzte richtig schöne Tag sein, hat man ihn vollends ausgekostet. Bereits bei Sonnenschein starteten wir in Ettmannsdorf nahe Schwandorf unsere Wanderung, die abwechslungsreich durch Mischwald und freie Fluren führte. Wir kamen durch den kleinen schmucken Ort Haselbach mit vielen noch so bunten Blumengärten und wieder hinauf auf den Höhenweg. Man hatte herrliche Weitblicke hier oben, über Schwandorf und den Kreuzberg hinweg bis zu den Bayerwald-Bergen, sogar zum Hohen Bogen. Auf diesem Stück Jakobsweg liegt die Einöde Siegenthann, ein äußerst gepflegtes Biopark-Gut, mit einer gewaltigen 200 Jahre alten Stieleiche vor dem Tor zum Anwesen. An Feldern und Wiesen vorbei gings weiter in luftiger Höhe bei Sonne und Wind, mit freier Sicht in die wunderschöne Landschaft. Auf einem Hügel oberhalb Neukirchens steht ganz malerisch die St-Anna-Kapelle, von hier führt ein sehr romantischer Kreuzweg hinunter nach Neukirchen. Dort machten wir Mittagspause im Gasthof "Zum Annaberg" bei guter Hausmannskost. Der Rückweg nach Ettmannsdorf führte dann fast eben durch friedvolle und beschauliche Natur. Eine superschöne Herbstwanderung mit nachhaltigen Eindrücken!