Ins Flembachtal    -    Michelfeld – Steinamwasser
Der anfängliche Frühnebel verzog sich langsam und in Michelfeld am Parkplatz war bereits die Sonne da. Wir besuchten kurz die Pfarrkirche des Benediktinerklosters. Die Kirche wurde zu Beginn des 18.Jahrhunderts von den Brüdern Asam erbaut und im Barockstil prächtig ausgestattet. Heute ist die Anlage eingebunden in die Regens-Wagner-Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Unser Wanderweg führte nun auf dem Holzsteg über den Flembach und ein Stück entlang des Speckbachs nach Reichenbach. Der "Obstlerrunde" folgend kamen wir nach Degelsdorf und dann auf den Weg der Kreuzwegstationen. Hier gings aufwärts zur Pinzigbergkapelle. Ein Krottenseer Bauer ließ die Maria-Hilf-Kapelle im Jahre 1708 auf der 541 Meter hohen Anhöhe errichten, um sein Gelöbnis zu erfüllen. Nach einem Abriss 1804 wurde die Kapelle wieder aufgebaut und steht seit 1818 wieder auf dem  Pinzigberg. An alten Linden vorbei ging es wieder abwärts durch raschelndes Laub und mit schöner Aussicht auf Ohrenbach. Am Waldrand entlang und auf Wiesenwegen erreichten wir Steinamwasser und das Wirtshaus "Zur Frischen Quelle". Das Mittagessen konnten wir draußen im Wirtsgarten genießen und uns von der Sonne bescheinen lassen. Der Rückweg führte durch das Flembachtal, eine herrlich grüne Landschaft, mit einigen riesigen Felsgebilden, der Kapelle von Staubershammer und der Waldkapelle.
Wir befanden uns heute meist auf freier Flur mit ständig weiter Sicht auf die sanft hügelige Umgebung. Eine Tour bei sonnigem Herbstwetter, mit leichtem frischem Wind, nicht anstrengend, sehr beschaulich und wunderschön.


Mit dem Bus ins Stiftland und Egerland
Diese geplante Herbstfahrt fand wieder großen Zuspruch und so fuhr man im voll besetzten Bus über Tirschenreuth, an der Teichpfanne vorbei, über die Grenze nach Eger (Cheb). Unterwegs stieg als sehr versierte Reisebegleitung Frau Ingrid Leser zu, die uns umfassende Informationen über Geografie, Geschichte und Kultur dieses böhmisch-tschechischen Landstriches vermitteln konnte. Bei der Fahrt durch Eger, heute ein bedeutender Standort für Bildung und Industrie, zeigten sich schon die alten spät-gotischen Herrschaftshäuser mit restaurierten schönen Fassaden. Wir kamen nach Franzensbad, der Stadt im Westböhmischen Bäderdreieck, wo wir im Hotel Reza gepflegt zu Mittag essen konnten. Frau Leser führte uns dann auf eine Rundwanderung durch das Naturschutzgebiet Soos im Egerer Becken. Auf angelegten Holzstegen ging es durch dieses Torf- und Mineralwiesenmoor, überwiegend mit Riedgras und schwarzer Binse bewachsen. Seitlich der Stege zahlreiche trichterförmige Vertiefungen, in denen es brodelt und gurgelt. Das sind sogenannte Mofetten mit ausströmendem Gas. Die Torf- und Moorschichten lassen hier ein schwefeleisenhaltiges Moor entstehen, das vor allem für Kuranwendungen von großer Bedeutung ist. Auch kamen wir zur Kaiserquelle, ein Sauerbrunnen als wärmste Quelle im Eger Becken. Das Naturschutzgebiet ist außerdem eine bedeutende Brutstätte von mehr als 100 Vogelarten und bietet Lebensraum für besondere Insekten und niedrigere Lebewesen.
Zurück zum Kurort Franzensbad ließen wir uns von Frau Leser die Sehenwürdigkeiten zeigen. Franzensbad gehörte zu den ersten Moorbädern in Europa. Das Stadtbild prägen Gebäude des 19. Jahrhunderts, größtenteils in Schönbrunner Gelb und Stuckweiß gehalten, sowie weitläufige Parkanlagen. Diese imposanten Bauten im Empire-, Barock-Stil und Klassizismus sind wunderschön anzuschauen. Dazu noch die Franzensquelle, die mit einem Pavillon mit dorischen Säulen überdachte älteste Quelle des Bades. Ein wirklich beeindruckender und einladender Ort zum Kuren.
Auf der Heimfahrt gab es noch einen kurzen Stop, um die Wallfahrtskirche "Kappl" bei Waldsassen zu besuchen. Die Kirche, erbaut von Georg Dientzenhofer, ist ein wunderschöner barocker Rundbau und symbolisiert die Heilige Dreifaltigkeit, gilt auch als eines der Wahrzeichen des Oberpfälzer Waldes. In Waldsassen fand dieser äußerst interessante und eindrucksvolle Ausflug dann einen angenehmen Ausklang, beim Abendessen im Hotel zum ehem. Königlich-Bayerischen Forsthaus.

Högendorf-Noristörle-Höhenglücksteig-Gerhardsberg


Unsere Rundwandertour durch das Felsgebiet des Norissteiges und Schwarzen Brandes erforderte für so manch steile An- und Abstiege durchaus etwas Kondition. Im herbstlich verfärbten Buchenwald wanderten wir von Hegendorf aus am Atzelstein vorbei zur burgenähnlich aussehenden Castellwand. Ein kleiner Abstecher führte zum bekannten Noristörle, einem etwa 10 Meter hohen Felsen mit einem 4 Meter hohen durchgehenden Loch. Auf wunderbar weichen Waldwegen ging es zur nächsten bekannten Felsformation, den Prellstein. Das ganze schroffe Felsgebiet zeigt sich als wahres Klettereldorado. Durch Laubwald und über Wiesen kamen wir über Schmidtstadt nach Gerhardsberg. Hier konnten wir im Garten des Gasthauses „Zur Linde“ bei herrlich warmem Herbwetter rasten und die gute Bio-Landhausküche genießen. Anschließend ging es weiter, immer mit Blick auf die in allen Gelb- und Goldtönen leuchtenden Laubwälder. Die Sonne tat ihr Übriges dazu. Über Neutras kamen wir dann zurück nach Hegendorf. Eine herrliche Wanderung im buchstäblich "goldenen Herbst" bei einem Wetter, das nicht schöner hätte sein können.

Steinerne Stadt

 

Die „Steinerne Stadt“, ein Wandergebiet zwischen Königstein und Auerbach war unser heutiges Ziel. Es gehört wohl zu den exclusiven Wandergebieten der Oberpfalz und steht an Attraktivität der „fränkischen Schweiz“ nicht nach. Unsere heutige Tour beschränkte sich auf die Gebiete Brentenfels, Steinerne Stadt und Hollederberg. Das Wetter und die Temperaturen waren für uns Wanderer angenehm und die mittägliche Einkehr im Grottenhof stellte alle zufrieden.