Wander- und Kulturreise in die Rhön
23. bis 26. Juni 2019
Unsere Wanderreise führte in diesem Jahr mal in die Rhön, dem Mittelgebirge im Dreiländereck der Bundesländer Hessen, Thüringen und Bayern. Bestens organisiert und vorbereitet durch den Reiseveranstalter CHRISTOPH REISEN fuhr der Bus mit 43 Wanderfreudigen bei bestem Sommerwetter von Amberg über Forchheim nach Gersfeld. Dabei konnte man bereits erste kulturelle Höhepunkte erleben. Zum einen die Besichtigung der Kirchenburg mit der Stadtkirche St. Michael in der unterfränkischen Stadt Ostheim, zum anderen eine Führung durch das historische Fladungen, der nördlichsten Stadt Bayerns mit ihren malerischen Fachwerkhäusern und der Stadtmauer. Anschließend folgte eine Rundwanderung durch das Schwarze Moor, das auch die Wasserscheide zwischen Main und Weser bildet. Ein fast 3 km langer Bohlensteg führt hier als Moorlehrpfad mit interessanten Infotafeln durch dieses beeindruckende Hochmoor. Dann, in Obernhausen nahe Gersfeld und inmitten des Biosphärenreservats Rhön liegt das Hotel, wo wir Quartier bezogen.
Am ersten Wandertag stand die Tour zum Kreuzberg auf dem Programm. Der Kreuzberg, auch der Heilige Berg der Franken genannt, ist mit 928 Metern der dritthöchste Berg der Rhön. Von dem mächtigen hölzerenen Gipfelkreuz aus und den drei Golgota-Kreuzen bot sich ein traumhafter Ausblick über die Rhöner Berge. Unterhalb des Gipfelplateaus befindet sich das von Franziskanern gegründete Kloster Kreuzberg mit der Klosterbrauerei und einem wunderschönen Biergarten, der zur Mittagspause einlud. Mit einem weiteren steilen Anstieg auf das Rothenbacher Köpfchen, ein Grasberg mit herrlicher Aussicht, erfüllten wir unser Tagessoll und machten anschließend einen Rundgang durch Gersfeld und einen genüßlichen Cafe-Stop.
Am zweiten Tag wanderten wir auf dem Hochrhöner Premiumweg ab Stralsbach oder dem Wildpark Klaushof nach Bad Kissingen. Am Ufer der fränkischen Saale geht es das schattige Kaskadental abwärts, bis hinein in den bekanntesten Kurort Deutschlands "Bad Kissingen" mit seinen eleganten Villen, blumenprächtigen Parks und historischen Bauwerken. Eine Führung durch die Kurgebäude und den wunderbaren Rosengarten war ein weiterer Kulturgenuß. Es folgte noch eine Fahrt mit dem kleinen Flussdampfer auf der wild romantischen Fränkischen Saale vom Rosengarten bis zum Gradierbau, auch SALINE genannt. Ein imposantes Bauwerk, das Teil der Salzgewinnungsanlagen war und heute als Freiluft-Inhalation in der Soletherapie genutzt wird.
 
Der letzte Wandertag bot noch ein einige Höhepunkte. Der Bus brachte uns zum Roten Moor, zu einer Rundwanderung durch das zweitgrößte Hochmoor der Rhön. Es liegt auf einer Höhe von gut 800 Metern über dem Meeresspiegel und ist Teil des Naturschutzgebietes im Biosphärenreservat Rhön. Von dort ging es stetig aufwärts neben der Fulda, die als Bächlein herabplätscherte, bis zu ihrer Quelle. Die Fuldaquelle unterhalb der Wasserkuppe ist wunderschön in Basaltstein gebettet und erfrischt mit ihrem klaren Quellwasser müde Besucher von Kopf bis zu den Füßen. Ein idyllischer Ort zum Verweilen. Natürlich war es für uns ein Muss, auch auf dem höchsten Berg der Hessen, der Wasserkuppe auf 950 m, gewesen zu sein. Auf einem riesigen Grasplateau mit der letzten verbliebenen Radarkuppel, ein Relikt des kalten Krieges, findet man hier auch ein wahres Paradies für Segel- und Gleitschirmflieger. Aber das Atemberaubendste auf der Wasserkuppe, die auch "Berg der Flieger" genannt wird, war der unbeschreiblich schöne und weite Ausblick auf das Land in alle Richtungen. Zum Abschluss noch ein Abstecher zum Guckaisee, ein kleiner Badesee auf 690 m am Fuße der Wasserkuppe, und natürlich in das Strandcafe.
Am Tag der Heimreise mit Aufenthalt in der Barockstadt Fulda wurde uns noch die Besichtigung des Dientzenhofer Doms, des barockisierten Stadtschlosses mit Schlossgarten, sowie eine Führung durch die mittelalterliche Altstadt ermöglicht. Damit endeten fünf zwar sehr heiße, aber wundervolle und erlebnisreiche Tage. Die ausgewogenen und gut organisierten Touren für Langwanderer, Kurzwanderer und Spaziergänger, wobei zu jeder Einkehr wieder alle zusammentrafen, wurden für alle Teilnehmer zum Genuss. (C.G.)