Zum Jura-Elefanten   -   Stierberg – Betzenstein
Eine Wanderung von besonderer Attraktivität durften wir heute erleben. Wo das sein kann?  - natürlich in der Fränkischen Schweiz.
In Münchs nahe Stierberg starteten wir und kamen auf Flurwegen bald in einen grandiosen Felsenwald. Man konnte nur so staunen über steil aufragende Felswände, plötzliche Abbrüche und bizarre Felsformationen. Entlang des Kalkriffs Langer Berg windet sich ein Pfad zwischen bemoosten Felsbrocken und führte uns zur ersten Besonderheit, dem Jura-Elefanten, der schon an seinem Rüssel zu erkennen ist.

 

 Nach kleineren Auf- und Abstiegen in dem wunderschönen Wald ging es weiter zum Hexenboden, eine Schwammkalkkulisse mit dem Naturdenkmal „Hexentor“ Das ist ein mehrere Meter hoher kreisrunder Felsdurchbruch, der als Kraftort gelten soll.

 

Das nächste Ziel war die imposante „Klauskirche“eine 32 m lange Durchgangshöhle mit riesigen Auswaschungen, was auf eine Meereshöhle hindeutet. Überlieferungen zufolge hielten die ersten Christen ihre Gottesdienste noch im Geheimen ab, wie zum Beispiel in dieser Klauskirche, in der sie vor Entdeckung und Verfolgung durch die wilden Heiden geschützt waren.

 

Unsere Mittagspause verbrachten wir bei herrlichem Sommerwetter im Biergarten des Gasthofes Herbst in Betzenstein. Der Rückweg führte nun auf der anderen Seite der Felswand „Langer Berg“ vorbei am Schlossberg, und über Stock und Stein zum Parkplatz zurück. Wir hatten ideales Wetter für diesen erlebnisreichen Wandertag, der absolute Begeisterung fand.

 


1.Tag   Die Lauterach entlang zur Wallfahrtskirch
Kastl – Trautmannshofen
Sehr verheißungsvoll waren die Wetteraussichten für den ersten Tag nicht, aber es haben sich alle angemeldeten Wanderlustigen am Treffpunkt eingefunden. Auch Oberbürgermeister Cerny war da, begrüßte die Gruppe und gab seine guten Wünsche für schöne Wandertage mit auf den Weg. Der Bus brachte uns nach Kastl zum alten Bahnhof. Hier begann unsere Wanderung entlang der ehemaligen Bahntrasse, wobei man die Ingenieurkunst der damaligen Bahnbauer bewundern konnte. Wir kamen durch Pfaffenhofen mit der Schweppermannsburg und – wieder auf der Bahntrasse – nach Lauterhofen. Hier besuchten wir die Pfarrkirche St.Michael, über deren Geschichte unser Alt-OB Dandorfer einiges zu erzählen wußte. Im Gasthof Niebler wurden wir dann bereits erwartet, um eine Mittagspause einzulegen. Ab und an leichte Schauer begleiteten uns entlang der jungen Lauterach bis zur Lauterachquelle. Ein Flurbereinigungsweg führte nach Brenzenwang, dann aufwärts und hinein in einen herrlichen Wald mit fußfreundlichem weichen Boden und duftender Erde. Auf dem Hügel fanden wir ein wunderschön gestaltetes Kriegerdenkmal aus Karstgestein mit eingelassenem Bronze-Marienbild, sahen bereits den Kirchturm von Trautmannshofen in die dunklen Wolken ragen und hatten einen großartigen Ausblick in die Umgebung. Dann gings abwärts nach Trautmannshofen und zum Abschluß dieses Tages machten wir noch einen Besuch in der Wallfahrtskirche Kirche Mariä Namen, eine der ältesten in der Oberpfalz.


2. Tag     Vom Pechtal zum Höhenberg
Trautmannshofen Höhenberg
Wir starteten ab Hartenhof und wanderten ins Pechtal, ein wunderschönes typisches Juratal, das durch Pflegemaßnahmen seinen ursprünglichen Charakter erhalten hat. Über Eschertshofen und Anzenhofen kamen wir auf der Laberhöhe nach Laaber zur Quelle der Schwarzen Laber. Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus dort war uns natürlich auch einen Besuch wert. In dem urigen kleinen Gasthaus Kerschensteiner kehrten wir dann zur Mittagsrast ein. Da gab es zwar keine Speisenauswahl à la carte, dafür aber ein zünftiges Weißwurst-Frühstück mit allem was dazugehört. Mal was ganz Anderes, das sehr gut ankam.
Nun gings vom Labertal ins Lampertshofener Tal. Der Bach wird, wie oft im Jura, von 3 Quellen gespeist. Der Weg führte hinauf nach Pelchenhofen und dann ziemlich eben hinüber nach Höhenberg. Bevor wir aber diesen Tag im Gasthaus Schönblick ausklingen ließen, machten wir uns noch auf den Weg zur Wallfahrtskirche Mariahilf. Diese zwei letzten Kilometer waren nach der Tagesstrecke zwar schon etwas mühsam, der herrliche Blick hinunter auf Neumarkt entschädigte jedoch allemal.
Ein bißchen trüb und grau war der Tag, aber trocken. Erst als wir im Bus auf der Heimfahrt waren, fing es an zu regnen.

 


3. Tag  An der Weißen Laber entlang
          St.Helena/Höhenberg – Deining – Waltersberg
Die heutige Wanderung begann in St.Helena bei Höhenberg und führte durch das reizvolle Juratal hinunter nach Lengenbach. Die Natur zeigt sich hier sehr vielfältig, mit trockenen und mageren Sandböden, Borstgras, feuchten Wiesen und Kalk-Quellmooren. Ganz beschaulich zwischen Sandkiefern steht hier die Wallfahrtskirche Maria Lengenbach, die vor 300 Jahren aufgrund eines Gelübdes errichtet wurde. An diesem Ort kommen auch sieben Quellbäche zusammen und bilden die Weiße Laber. Es ging über die Laber am Mühlhang entlang nach Deining, einem uralten Siedlungsort. Erste urkundliche Erwähnung 1072. Deining war ein wichtiger Anlaufpunkt auf der Poststrecke von Nürnberg nach Regensburg. Im Gasthof Zum Hahnenwirt kehrten wir ein und genossen dort ein vorzügliches Mittagessen. Unsere Route brachte uns
dann – immer wieder mit schönem Blick auf das weiße Labertal und vorbei an einem idyllisch gelegenen Kirchlein – zur Labermühle. Von da ab gings bergauf – abenteuerlich und doch sehr romantisch – auf Trampelpfaden durch nasses Gras, durch Gestrüpp und über Totholz im Wald. Wir kamen zum Flurstück "Drudenbaum" und schließlich nach Waltersberg.
Hier hatten wir unser Ziel erreicht und konnten uns zum Abschluß im Gasthaus Frauenknecht noch gemütlich zusammensetzen. Pünktlich zur Heimfahrt kam der Regenguß.
  
Fazit:    Auch 2019 wieder eine wunderschöne naturnahe Dreitageswanderung durch unsere malerische
            Oberpfalz, hervorragend vorbereitet und organisiert durch Alt-OB Wolfgang Dandorfer.

Kulturfahrt nach Veitshöchheim
Die schon traditionelle Kulturfahrt ging dieses Jahr nach Veitshöchheim ins Bocksbeutelland. Eine Führung im Veitshöchheimer Schloss brachte uns die Geschichte Mainfrankens näher, die anschließende Besichtigung des Rokokogartens rundete den Besuch hier ab.
Danach genossen wir die Schifffahrt nach Würzburg, dort angekommen schauten wir beim "Käppele" vorbei und freuten uns über eine Kirchenführung. Weiter gings in die Innenstadt, wo wir ausreichend Zeit hatten zur Besichtigung des Doms, des Falkenhauses und anderer Sehenswürdigkeiten. Dann starteten wir durch nach Lieritzhofen, hier stärkten wir uns bei einer zünftigen Brotzeit und traten froh und entspannt die Heimreise an. (A.W.)

 

In den Fränkischen Jura  -  von Klaramühle über Hofstetten und Troßalter nach Eckeltshof

 

 Was für ein herrlicher Wandertag!  In Klaramühle starteten wir unsere Tour bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Der erste Anstieg zog sich zwar ziemlich lange hin bis Hofstetten, aber die Mühe lohnte sich. Der Birglandweg führte dann durch eine sehr idyllische und abwechslungsreiche Landschaft. Über grüne Wiesen, auf naturbelassenen Pfaden durch herrlichen Mischwald mit viel Unterholz und moosbewachsenen Felsbrocken und wieder in freier Natur ging es nach Troßalter und Buchhof. Vorbei an einsamen kleinen Weilern mit schmucken Häusern und reizvollen Blumengärten kamen wir nach Eckeltshof und ließen uns im Garten des Gasthofs "Zum Ritter" zur Mittagspause nieder. Nach dem vorzüglichen Essen hier machten wir uns gestärkt und ausgeruht auf den Rückweg nach Klaramühle, der uns noch einige herrliche Ausblicke auf die stillen grünen Täler dieser Gegend bot. So genossen wir wieder eine erholsame Wanderung in purer Natur bei schönstem Sommerwetter.

 

 

Förrenbach - Hohler Fels

 

Die geplante Route „Alfeld-Lieritzhofen“ musste etwas abgeändert werden, weil es wieder mal ein Wirtshausproblem gab. Deshalb führte uns "Plan B" heute auf die Houbirg bei Happurg. Dieser markante Berg – ein Ausläufer des Juraplateaus – gehört zu den bedeutendsten vor- und frühgeschichtlichen Höhensiedlungen in Deutschland. Wir fuhren also nach Förrenbach, wo auch gleich nach dem Parkplatz der Aufstieg begann. Der Weg, erst über Wiesen und dann in einen schönen Buchenwald, wurde immer steiler und felsiger. Ein schmaler Pfad entlang einer abschüssigen Hangkante forderte auch wegen der vielen Wurzeln und Steine schon etwas Aufmerksamkeit. Bei dem äußerst schwül-warmen Wetter erreichten wir dann buchstäblich "im Schweiße unseres Angesichts" den Aussichtspunkt Hohler Fels auf der Houbirg. Neben einer alten Kiefer auf diesem Karstgestein bot sich ein fantastischer Blick auf den Happurger Stausee und seine Umgebung. Wirklich ein romantischer Platz hier oben, die Aussichtskanzel aber nicht ganz ungefährlich. Weiter gings, genauso steil und holprig bergab wie anfangs bergauf. Wir kamen durch die Ortschaft Happurg und dann am Ufer des Stausees entlang nach Kainsbach, wo wir uns im Gasthaus Zur Linde eine Mittagspause bei vorzüglicher Hausmannskost gönnten. Der anschließende Rückweg zum Parkplatz in Förrenbach verlief sehr moderat und eben und ließ uns nochmal von unten einen Blick auf die Felsen der Houbirg werfen.
Der "Plan B" für diese wunderschöne und interessante Wanderung erwies sich als gelungene Überraschung.(C.G.)