Ins Schottental

 

Ausgangspunkt war heute der Ort Mittelburg, südlich von Hartmannshof. Hier starteten wir in einen wunderschönen Ostermontag hinein. Durch Wald, über Wiesen und Felder ging es nach Aicha und dann nach Thalheim. Die Bäume zeigen endlich ein zartgrünes Laub, die Wiesen sind wieder frischer, die Kirschbäume beginnen zu blühen, Schlüsselblumen, Löwenzahn und andere gaben in der Maisonne ein gelb-buntes Bild ab. Ein herrlicher Frühlingstag eben. Unser Weg führte dann am Talbach entlang, der sich durch dieses romantische Schottental der Frankenalb schlängelt. Beim Bärenfels, einer Gruppe verschieden großer Gesteinsbrocken am sonnigen Hang war dann doch tatsächlich der Osterhase am Werk und wir durften in dem felsigen Gelände nach Ostereiern suchen. So einfach waren die versteckten Gelege gar nicht zu finden, umso lustiger aber die Sucherei. Dann kam das Schottenloch, eine Talsenke grün, still und sanft, dient aber auch als Schafweide. Aus diesem Tal heraus ging es steil hinauf in den Ort Heldmannsberg, wo wir im Gasthof Zum Schottental einkehrten. Auch danach erwartete uns ein längerer Anstieg, man kam zu einem lichten Plateau, wo ein Schloss, genannt "Schneider-Schloss" auf einem Felsen stand. Ein bezaubernder Anblick, dieses Dornröschenschloss mit Turm und Erkern und efeubewachsen.

 

Schöne und angenehme Waldwege führten dann über den Schönberg zurück nach Mittelburg, nach einer wunderbaren und abwechslungsreichen Wanderung durch diese herrliche Landschaft.

 

Reusch – Kastl – Reusch
Wer hätte gedacht, dass uns nach dem miesen Wetter der letzten Tage so eine herrliche Winterwanderung beschert wird. Und das am 3. April.! Als man in Aicha, dem Ausgangspunkt, aus dem Auto stieg, stand man schon knöcheltief im Schnee. Die vorhergesagte "Ab und Zu Sonne" ließ sich voll und den ganzen Tag lang sehen. Im Wald waren wir auch gleich und da bot sich eine märchenhafte Winterlandschaft. Man hatte das Gefühl, leise sein zu müssen, um dieses Idyll nicht zu zerstören. Auch die kleinsten Ästchen hatten Schneehauben auf, die ganze Umgebung verzuckert, einfach zauberhaft. Geduckt unter den schneebeladenen Zweigen stiegen wir die Anhöhe zum Rechenfels hinauf und wanderten den Höhenweg entlang bis hinunter nach Kastl. Im Forsthof mit der bekannt hervorragenden Küche machten wir Mittagspause. Unser immer noch sonniger Rückweg verlief auf der anderen Seite der Lauterach, hinauf nach Gaishof und über Reusch wieder nach Aicha. Durch die Mittagssonne waren die Wege größtenteils schon wieder schneefrei, auch der Himmel bewölkte sich etwas und der ganze Winterzauber verflog langsam, je weiter man in tiefergelegenes Tal kam. Wie gut, dass man dabei war, an so einem wunderbaren und doch so seltenen Tag.