Fränkischer Dünenweg – Altdorf-Weißenbrunn

Einen völlig anderen Landschaftscharakter durften wir heute erleben. Es mag seltsam klingen, aber im Nürnberger Land gibt es tatsächlich Dünen. Unsere Wanderung führte auf historischen Spuren zurück bis zur Eiszeit. Wir starteten in der Nähe von Altdorf und befanden uns gleich darauf in einer endlos erscheinenden Dünenlandschaft. Die Sandgebiete hier im Nürnberger Reichswald sind während der letzten Eiszeit vor gut 10.000 Jahren entstanden. Inzwischen sind die Sanddünen fast überall bewachsen, vor allem mit Heidekraut und Zwergstrauchheide. Von einer "blühende Heide" war allerdings nicht mehr viel zu sehen, die andauernde Hitze und Trockenheit hinterließ auch hier ihre Spuren. Die Heidesträucher, die vereinzelt noch rosa Farbe zeigten, ließen aber erahnen, wie prachtvoll dieses Gebiet bei voller Blüte sein muss. Es war ein neues und sehr schönes Laufgefühl auf diesen Dünenwegen, die dann auf ebenso bequeme Wege durch Kiefernwald führten. Wir trafen auf ein Wasserschutzgebiet, wo Grundwasser für die Trinkwasserversorgung gewonnen wird und auf ein Naturwaldreservat, wo wieder Urwald entstehen soll. Die Mittagspause verbrachten wir in Weißenbrunn, im Gelände des idyllisch gelegenen Naturbades – natürlich gingen wir nicht zum Baden, sondern bedienten uns an der Imbissbude. Der Rückweg, meist auf Sandboden, führte dann wieder durch herrlichen licht- und schattenspendenden Wald. Und so war das heute für alle wieder vollstes Wandervergnügen in sehr reizvoller Natur.

 

Neutras-Hirschbach

Nach den vielen heißen Tagen luden die heutigen Temperaturen wieder ein, sich nach draußen zu bewegen. Unsere Wanderung begann in Neutras und verlief meist im Wald. Hier war es so angenehm, bequeme Wege (vorerst), eine leichte Brise, die das sonnenbestrahlte Laub über uns ständig in Bewegung hielt. Man konnte den Waldgeruch wieder so richtig einatmen. Es ging natürlich nicht nur eben dahin, nach einigen Auf und Ab's befanden wir uns im Kletterparadies des Hirschbachtal's, an der Castellwand, Noristörle oder der Mittelbergwand. Gigantische, senkrecht aufragende Felswände. In Hirschbach machten wir Mittagspause im Biergarten des Gasthofes Goldener Hirsch. Hier genoss man das Essen unter der alten Linde, die mit ihrer riesigen, ausladenden Krone den ganzen Garten beschattet. Dann kam der Rückweg – wunderschön, romantisch, abwechslungsreich – aber immer öfter bergauf als bergab. Im Ort noch gings mächtig steil bergauf, vorbei am Schmiedberg, später nahe an der Cäciliengrotte  zum Prellstein. Weiter gings nochmals steil hinauf „zur Rutschen“ mit den berühmten Punkten: „Hohenglückstein“, „Im Himmel“, „Petrus“. Immer wieder gab es phantastische Ausblicke, sogar bis zur Burg Hohenstein. Durch das ganze durchwanderte Gebiet muss ein orkanartiger Sturm gezogen sein, zahlreiche umgestürzte Bäume, teilweise mit ausgehobenem Wurzelstock, liegen hier kreuz und quer herum. Immer noch mit wohltuendem Wind bewältigten wir auch noch den letzten langen Anstieg und waren dann aber überraschend schnell zurück bei den Autos, wo die Hitze nun wieder zu spüren war.

Ob es heute der herrliche Wald war, das ideale Wetter, oder der ausgewählte schöne Wanderweg – oder auch alles zusammen – es hob die Gemüter und beflügelte den Geist.