Kammerweiher – Rußhütte
Das Pegnitztal stand heute auf unserem Wanderplan. Hinter Michelfeld fanden wir einen Parkplatz und durchkämmten von da aus ein großartiges landschaftliches Kleinod. Forst- und Waldwege führten durch diese Auenlandschaft mit einem Artenreichtum an Pflanzen und Tieren. An beiden Seiten der Wege fanden sich kleinere und größere Weiher, umrahmt von Schilf und Röhricht. Die größten dürften Oberer= und Unterer Kammerweiher sein, die Teil des Trinkwasserschutzgebietes Ranna sind. Seit dem Jahre 1912 wird in dieser quellreichen Region Trinkwasser für die Stadt Nürnberg und seit 1981 auch für die Stadt Auerbach gewonnen. Man findet deshalb in diesem Naturschutzgebiet auch keine Äcker und es darf hier auch keine Gülle ausbracht werden. Die Sonne hatte inzwischen die Wolken durchbrochen und spiegelte sich in den Gewässern. Unsere Mittagspause verbrachten wir in der Rußhütte, einem Gasthaus in fast ländlicher Einöde. Der Rückweg verlief dann meist entlang der Pegnitz, mit den angrenzenden Schluchtwäldern und herausragenden Felsköpfen. Das viele Totholz, Astwerk und Windbruch in den Flussauen bot hier einen sehr wilden und urtümlichen, und doch faszinierenden Anblick.
Noch immer bei Sonnenschein kamen wir über Forstwege und Wiesen in freiem Gelände wieder zu den Autos -nach einer wunderschönen Wanderung, die wieder mal reinstes Naturerlebnis war.


Schneeschuhwandern
Einige unserer Wanderfreunde wollten es doch noch erleben, mal auf Schneeschuhen gestanden zu haben. Maria organisierte eine PKW-Fahrt ins Fichtelgebirge nach Neubau, wo man erst mal die Schneeschuhe und auch Stöcke dazu verliehen bekam.  Etwas außerhalb von Neubau starteten wir - wohl noch mit etwas Skepsis - diese Schneeschuhwanderung. Schnee war hier ja reichlich vorhanden, teils auch unberührt. Ein wunderschöner, winterlicher Anblick. Ziemlich schnell gewöhnten wir uns an dieses neue Laufgefühl und kamen so auf dem Schmiererweg entlang der Langlaufloipen am völlig zugefrorenen Kleinen See, am Kalten Brunnen und am Max-Reger-Felsen, auf dem der Komponist im August 1801 fotografiert wurde, vorbei. Bei der Fichtelnaab-Quelle ließ sich dann auch noch die Sonne sehen und den Schnee glitzern. Abseits der Loipen im unberührten Neuschnee wurde das Laufen mit den Schneeschuhen sogar zum Vergnügen. Nun gings aber aufwärts auf einen Skiberg und neben dem Skilift hinunter zur Bleaml-Alm. Vor dieser urigen Hütte konnten wir im Sonnenschein sitzen und bei Currywurst und Kaiserschmarrn diesen herrlichen Wintertag so richtig genießen. Auf dem Rückweg gab es noch die Möglichkeit, auf den Ochsenkopf zu gehen, was aber dann doch nicht bei Allen Begeisterung fand. So kehrten wir zurück zum Parkplatz mit dem schönen Gefühl, wieder etwas Besonderes erlebt zu haben

Im Königsteiner Land
So schlecht war's gar nicht, wie man es erwartet hatte. Grauer Himmel oben, matschige Stellen unten – das sind wir vor allem in dieser Jahreszeit gewohnt und kann uns nichts mehr anhaben. Vom Parkplatz in Königstein marschierten wir los und nach dem ersten langen Anstieg ins freie Gelände. Ein Pfad führte uns über die Wedlhöhe und durch das Steinbergmassiv mit den immer wieder faszinierenden Felsformationen. Schön war das hier wieder – rauf und runter auf weichem Laubboden, der manchmal auch recht tückisch sein kann, die zahlreichen bemoosten Felsbrocken und die vom Windbruch gefallenen Äste und Stämme, die zu übersteigen waren. Durch den Hallachengraben kamen wir dann nach Pruihausen zur Einkehr im Gasthof Jägerheim, wo wir sehr gut verköstigt wurden. Danach gings zurück, wieder aufwärts über den Katzenberg, Spitzberg und Schlossberg nach Breitenstein zur Burgkapelle, die einzige romanische zweigeschossige Doppelkapelle in der ganzen Oberpfalz, errichtet auf einem steil aufragenden Dolomitfelsen. Ein leichter Regen hat uns hier doch noch erwischt aber von nun an gings bergab bis nach Königstein zum Parkplatz.
Fazit heute: Wir haben uns wieder draußen bewegt, dabei reichlich Frischluft getankt - und die Gesellschaft genossen.


Grenzwanderung  -  Silberhütte – Schellenberg
Diese Winterwanderung wurde wegen schlechter Wetterverhältnisse auf heute verschoben – auf einen Bilderbuchtag, wie er schöner nicht hätte sein können. Strahlend blauer Himmel und glitzernder Schnee, soweit das Auge reicht. Unsere Wanderung begann an der Silberhütte und ging auf gespurten Wegen durch Wald und auch freie Flur, der Schnee knirschte und die Sonne wärmte auch schon. Kurz nach der Landesgrenze zu Tschechien kamen wir zum Havran, auf deutsch "Großer Rabenberg". Es ist der vierthöchste Gipfel des Oberpfälzer Waldes auf tschechischer Seite. Hier steht ein ehemaliger Grenzüberwachungs- und Horchposten, der zu einem Aussichtsturm rückgebaut wurde. Er hat in rund 24 m Höhe eine Aussichtsplattform mit Blick weit über den Böhmerwald und den Oberpfälzer Wald. Einige aus der Gruppe verkniffen sich allerdings den Aufstieg auf den Turm. Die Schneespur führte uns dann zu einem der bekanntesten Naturdenkmäler, dem Brotfelsen mit seinen aufgetürmten Granitfelsen. Eine kleine Pause machten wir dann an der Burgruine Schellenberg, eine spätmittelalterliche Adelsburg, die mit 826 m über dem Meeresspiegel als der höchste Aussichtspunkt im Landkreis Neustadt/Waldnaab gilt. Hier machten wir kehrt und begaben uns auf den Rückweg, der sich leicht ansteigend durch den inzwischen weicher gewordenen Schnee zog. Wir fuhren anschließend mit den Autos nach Flossenbürg und kehrten im Museumscafe an der KZ-Gedenkstätte ein, wo wir noch eine Mahlzeit oder Kaffee und Kuchen bekamen.
Das war heute eine ausgesprochene Genusswanderung, wie man sie viel zu selten erleben kann. Wahrscheinlich müssen wir bis nächstes Jahr davon zehren.

 

Prohof - Aichazandt

Die Wetterfesten trafen sich heute trotz negativer Vorhersagen und wanderten von Prohof aus, teils auf Schotter- und Waldwegen. Im Wald war es richtig angenehm zu gehen, weicher Boden und windstill. Viele Stellen waren allerdings sehr aufgeweicht, nass und verschmutzt und mussten umgangen werden. Das war ein Hinüber und Herüberspringen! Ging noch recht gut. Über den Hirnberg kamen wir nach Ödputzberg und über den Lausberg dann nach Angfeld. Der Himmel zeigte nur seine graue trübe Seite und ließ die ganze Landschaft etwas trist und farblos aussehen. Auf freier Flur blies uns ein ziemlich kalter Wind vorwärts und über den Buchenbühl nach Aichazandt .Hier kehrten wir zur Mittagspause  im Landgasthaus Schmidt ein und ließen uns gemütlich nieder. Dann aber traf das angesagte schlechte Wetter doch noch ein und wir kehrten bei immer heftiger werdendem Regen über Hermannsdorf zurück nach Prohof. Aber auch das tat unserer Wanderlust keinerlei Abbruch.