Lerautal  -  Rund um Leuchtenberg

 

Um die 30 Grad waren auch für heue angesagt, aber wir wollten der Hitze einfach trotzen.

 

Unser Ausgangspunkt war Lerau, ein Gemeindeteil des Marktes Leuchtenberg. Nach kurzem Anmarsch in der Sonne begann bereits der Wald, so angenehm schattig und kühl. Zwischen den Laubbäumen sah man riesige aufeinandergeschichtete Granitbrocken liegen. Dann kamen die "Handsteine", vier große Steine mit eingehauenen Händen, was vermutlich auf deren damalige Funktion als Grenzzeichen verwies. Mit ein paar Ausnahmen, wo man am Feldrand und durch Wiesen gehen musste, setzte sich dieser herrliche Waldweg fort. Durch das Waldgebiet Elm ging es in das wildromantische Lerautal hinein, ein Naturschutzgebiet in einer imposanten Granit- und Flusslandschaft. Die sich dahinschlängelnde Lerau überquerten wir auf dem Schafsteg, eine Brücke aus länglichen Felsquadern. Fast mystisch anmutend und sehr reizvoll ist auch die Wolfslohklamm mit dem Wolfslohfelsen. Außerhalb des Waldes bot sich immer wieder ein fabelhafter Blick in eine beschauliche, fast unberührte grüne Landschaft. Die Luft wurde allmählich immer heißer und man freute sich nun auf eine Einkehr in Leuchtenberg. Das Wahrzeichen Leuchtenbergs ist die größte Burgruine der Oberpfalz, erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1124. In der Gaststätte Lindenhof im schattigen Wirtsgarten konnten wir sehr gut zu Mittag essen und uns anschließend wieder auf den Rückweg machen. Abwechselnd durch Wald, Wiesen und Felder kamen wir nach dieser wunderschönen, wenn auch sehr heißen Wanderung zum Parkplatz.

 

 

Auf und Ab in der Fränkischen Schweiz, Kleiner Kulm – Püttlachtal

 

Dieses Auf und Ab konnte man heute wörtlich nehmen, wobei es allerdings mehr Auf als Ab ging. In Körbeldorf war unser Ausgangspunkt und hier fing die Steigung auch schon an. Zuerst in der Sonne, die es heute fast zu gut meinte. Bald tauchten wir aber in den Wald ein, voll Licht und Schatten und etwas kühler. Noch ein steileres Stück führte hinauf zum Kleinen Kulm, mit 626 m die höchste Erhebung in der Fränkischen Schweiz. Den 15 m hohen Aussichtsturm bestiegen wir natürlich und konnten dort oben einen fantastischen Rundblick in die Lande genießen. Auf herrlichen Waldwegen wanderten wir weiter, durch Kosbrunn und vorbei an bereits abgemähten Getreidefeldern, die einen wunderbaren Heuduft verströmten. Die Idee, Heubaden anstatt Waldbaden kam natürlich gleich auf und wurde auch getestet. Wir kamen nach Püttlach, wobei wir den Püttlacher Berg rechts liegen ließen, es war nämlich sehr heiß. In Püttlach gab es eine Mittagspause im Gasthof Persau, dabei konnte man sich etwas erholen und auch wieder auftanken. Der ebenfalls sehr abwechslungsreiche Rückweg führte mal durch Mischwald, mal auf Wiesenwegen durch hüfthohes Gras, und dann hinunter ins Püttlachtal. Entlang der munter dahin plätschernden Püttlach in diesem üppig grünen Tal gings weiter bis zum nächsten Anstieg auf den Hollenberg. Hier findet man einen idyllischen Rastplatz mit Bänken, Tischen und auch einem Kiosk, der uns allen sehr gelegen kam, konnte man doch die leeren Trinkflaschen wieder auffüllen. Nach einer letzten Anhöhe über den Gothenstein erreichten wir dann den Parkplatz. Verschwitzt aber glücklich, diese tolle Wanderung mitgemacht zu haben.