Wolfsfeld - Kastl

18 Wanderer machten sich bei herrlichem Frühlingswetter auf zur Küchenschellen-Wanderung. Unser Einstieg begann am Pilgerweg bei Wolfsfeld mit versch. Kreuzwegstationen, der bis zum Habsberg führt. Bergauf und bergab setzte sich unser Weg im Birgland fort. Dann auf einer lichten, sonnigen Höhe, empfingen uns ganze Büschel von wunderbaren Küchenschellen (in der Oberpfalz fälschlich auch Osterglocken genannt). Alles war übersät davon. Auch die ersten Hummeln labten sich am frischen Nektar. Wunderschöne Blicke auf Kastl und die wachholderbewachsenen Jurahänge ergötzten unsere Augen. Immer wieder erwarteten uns unzählige Küchenschellen. Auf dem Wachholderweg, der bis nach Schmidmühlen führt, erreichten wir Kastl, wo uns eine excellente Küche erwartete. Der Rückweg führte uns über Jurahänge voll mit verschiedenen unzähligen Frühlingsblumen, die aus dem noch braunen Laub hervorspitzten, eine Augenweide.

 

 


Kirchenrainbach-Lehendorf
Viele Wege führen ja durch den Oberpfälzer Jura, heute erforschten wir nochmal ein paar davon. Wir gingen diesmal von Kirchenrainbach aus über Gerhardsberg auf den Rohrberg. Ein stetes Auf und Ab brachte uns über den Starenberg und durch Neutras in den Döllmerswinkel. Auf wunderschönen sonnigen Waldwegen durch eine sanft felsige Landschaft kamen wir dann nach Lehendorf zum Landhasthaus Peterhof. Nach ausreichender Rast und gutem Mittagstisch gings dann Richtung Etzelwang, wo uns der rote Kirchturm wieder entgegen leuchtete. An- und Abstiege hatten wir heute reichlich, der steilste führte hinauf zur Burg Rupprechtstein. Die Burgruine ist die einer Höhenburg auf einer 550 m hohen Bergzunge. Erbaut wurde sie etwa im 13. Jahrhundert, galt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als verfallen und wurde 1903 von Georg Pickel erworben, der das Gut zum Gasthaus umbaute. Heute ist die Burgruine Privatgrundstück, wird von zwei Familien bewohnt und darf nicht mehr betreten werden. Einen Ausblick von hier oben musste man sich allerdings denken, weil alles sehr zugewachsen ist. Durch Wald und Feld immer noch in der Sonne kamen wir dann über den Himmelsbühl nach Kirchenrainbach. Wieder ein bisschen mehr Frühling zeigte sich heute, mit Leberblümchen, rosa Seidelbast, Schneerosen und in den Bäumen konnte man schon einen Hauch von Grün erkennen. Ein wunderbarer Wandertag, der den Winterfrust mehr und mehr vergessen lässt.

 

Von Etzelwang über den Wurzwollberg nach Neutras
Heute begleitete uns die Sonne bei strahlend blauem Himmel den ganzen Tag hindurch. Von Etzelwang aus führte unser Wanderweg bald durch den Wald und auf dichtem, raschelndem Laubboden hinauf zum Rotelberg.  Immer wieder eine Lichtung mit Blick hinaus auf die umliegende Landschaft. Der nächste Anstieg war der Wurzwollberg, danach gings bergab nach Neutras. Im Gasthof Zum Res'n, ein Erlebnis-Bauernhof, konnten wir sehr gemütlich zu Mittag essen. Nachdem dann ein paar aus unserer Gruppe noch auf den Neutrasfelsen gestiegen waren, wanderten wir weiter durch die romantischen Mischwälder der Frankenalb, die hier in den Oberpfälzer Jura übergeht. Der tiefgrüne Moosbewuchs auf all dem kleinen und größeren Felsgestein brachte ein bisschen Farbe in die Hügellandschaft. Über den Hoher Berg und durch den kleinen Ort Bürtel gings im sonnigen freien Gelände nach Heuchling und auf den Helmberg. Einen Abstecher machten wir noch auf die Röthenbacher Hütte, auf einem Plateau hoch über Lehenhammer mit einem wunderschönen idyllischen Rastplatz. Natürlich mußten wir hier noch eine kleine Pause einlegen, um dann noch die restlichen Kilometer nach Etzelwang zu gehen. Abgesehen von dem kalten Wind, der immer wieder durchblies, war das heute ein perfekter Frühlingstag mit richtig schönen Wanderwegen durch einen herrlichen Landstrich.

 


Zwei Marterln und eine Wallfahrtskirche,

Lauterhofen – Trautmannshofen
Ein kalter Morgen, weißgrauer Himmel, sehr wenig Sonne und 14 Leute, die sich auf frohe Wanderschaft begaben. Ab Lauterhofen gings über freies Gelände und durch lichte Wälder nach Brenzenwang und Pettenhofen. In diesem Gau der vielen Ortsnamen mit Endung …hofen führte der Weg weiter durch Buchen- und Fichtenwald, die tiefen Fahrzeugfurchen waren noch so festgefroren, dass unsere Schuhe heute sauber blieben. Ein bisschen aufwärts, ein bisschen abwärts und dann waren da die beiden Marterl, erst das Rote Marterl aus Holz und dann das Schwarze Martel aus Stein mit vierseitigem Bildmotiv. Durchs Heiligenholz kamen wir wieder auf freie Flur, wo der Wind nun heftig um die Ohren blies. Zum Mittagessen und Aufwärmen konnten wir uns dann im Gasthaus Schraml in Trautmannshofen niederlassen. Danach besuchten wir hier noch kurz die Wallfahrtskirche Mariä Namen, eine der schönsten Barockkirchen des Landkreises mit einer der ältesten und bedeutendsten Marienwallfahrten der Oberpfalz. Auf dem Rückweg über die Anhöhen des Reiselsbergs und Haberbergs zeigte sich überhaupt keine Sonne mehr und die Temperatur fiel nochmal um ein paar Grad. Da stieg man dann ganz gerne wieder ins Auto, nach der sehr schönen, moderaten Wanderung, mit Waldbaden und jeder Menge Frischluft. Trotzdem, die Sehnsucht nach dem Frühling und ein bisschen Grün in der Landschaft ist doch sehr groß.