Kultur- und Wanderreise Mosel

 vom 19. bis 23. September 2021

 

Endlich konnten wir unsere bereits vor Pandemiebeginn geplante Wanderreise an die Mosel antreten, zu einem der schönsten Weingebiete Deutschlands. Organisiert durch den Reiseveranstalter CHRISTOPH REISEN fuhr der Bus mit 35 Wanderfreunden von Amberg über Würzburg nach Bingen am Rhein. Entlang des Rheins und der Mosel ging es weiter über Cochem nach Ellenz-Poltersdorf zu unserem Quartier, direkt an der Mosel gelegen.

Zur ersten Wanderung empfing uns eine örtliche Wanderführerin. Durch herrliche Mischwälder führte sie uns auf schmalen Pfaden steil aufwärts zu dem Höhenweg oberhalb der Weinberge. Bei angenehmem Wanderwetter, hoch über der Mosel, entlang der Rebhänge gab es phantastische Aussichtspunkte mit Blick auf das weite grüne Moseltal und endlose Weinberge. Von unserer sehr versierten und kompetenten Wanderführerin erfuhren wir viel über die geschichtliche Entwicklung des Weinbaus, der Pflege und Verarbeitung. Auch bekam man einen Eindruck davon, welche Mühen der Weinbau an den Steilhängen der Mosel mit sich bringt. Weiter auf dem Moselsteig hatte man bald Cochem im Blick, überragt von der hoch auf einem Bergkegel stehenden märchenhaft schönen Reichsburg, die diente im Mittelalter als Zollburg. Eine kleine Stadtführung in Cochem durch die reizvolle Altstadt mit den engen bergigen Gassen gab es obendrein.

 

Der nächste Ausflug führte uns nach Traben-Trarbach, eine Stadt voller Flair und Charme, umgeben von Wald und Weinbergen. Im Zick-Zack-Kurs gings hinauf zur Hangkante und dann an den Weinreben entlang. Da hingen sie, die vielen wunderbaren gelben und blauen Trauben, die man aber leider nicht naschen durfte. Man sah immer wieder hinunter auf die bekannte Moselschleife in diesem fast verträumten Tal. Die Rundwanderung endete wieder im Ort, wo man eine faszinierende Baukunst von Jugendstil bis Belle Epoque bewundern konnte. Anschließend fuhren wir zu einem der schönsten Plätze hier, dem urigen Bernkastel-Kues. Eine malerische Altstadt mit wunderschönen historischen Giebelfachwerk-häusern aus dem 17. Jahrhundert, besonders hervorstechend das schmale "Spitzhäuschen" aus dem Jahre 1416 und das Renaissance-Rathaus von 1608. Über der Stadt ragt die Burgruine Landshut, eine ehemalige Sommerresidenz der Trierer Erzbischöfe, und verleiht dem Ganzen eine besondere Romantik.

 

Der dritte Tag unserer Reise versprach noch ein Highlight. Die Busfahrt ging zum rheinland-pfälzischen Ort Wierschem. Ein kurzer Fußmarsch und da lag sie versteckt im Wald auf einem Felssporn – die imposante hochmittelalterliche Burg Eltz aus dem 12. Jahrhundert. Hohe Türme, pittoreske Erker mit Spitzdächern und der tiefe Schloßgraben versetzten uns alle ins Staunen. Eine Führung durch das Innere der Burg, die nie zerstört wurde, gab uns Einblick in den Rittersaal, die Rüst- und Schatzkammer, oder auch in die originalgetreue Küche aus dem 15. Jahrhundert. Nach diesem Ausflug ins Mittelalter wanderten wir zurück durch prachtvolle Natur, auf einem von Felswänden begrenzten Waldweg oberhalb des Elzbaches – ein Abschnitt des "Traumpfad Eltzer Burgpanorama".

 

Ein letztes Kleinod konnten wir noch erkunden, nämlich den wunderschönen Ort Beilstein an der Moselschleife, auch "Dornröschen der Mosel" genannt. Wieder viele Fachwerkhäuser, Gassen und Winkel in der mittelalterlichen Altstadt. Auch das Karmelitenkloster und darüber die Burg Metternich gehören zum Stadtbild. Nach unserer Besichtigungstour setzten wir von Beilstein aus mit der Fähre über die Mosel zu unserem Quartier.

 

Dann war es schon wieder so weit – Tag der Abreise. Diese Fahrt ging über Trier an der Mosel, um uns noch eine Stadtführung zu ermöglichen. Die von den Römern gegründete und älteste Stadt Deutschlands verfügt noch über einige römische Baudenkmäler, die fast 2000 Jahre alt sind. Wir wurden zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten geführt, wie das Porta Nigra, der Dom zu Trier, die Liebfrauenkirche oder das Kurfürstliche Palais. Eine äußerst interessante und wissenswerte Führung.

 

Auf der anschließenden langen Heimfahrt konnte dann jeder seinen Gedanken nachhängen und auf wundervolle sonnige Tage zurückblicken. Sie waren ausgefüllt mit schönen Wanderungen in großartiger Landschaft, durch die uns eine ausgezeichnete Wanderführerin begleitete. An den schönen Erlebnissen und vielen neuen Eindrücken von Land und Kultur fanden alle Freude und Begeisterung und werden noch lange davon zehren.