Lauf – Bitterbachschlucht – Nuschelberg
Es gibt sie noch - die wahrhaftigen Optimisten. Fünf davon gingen – die miserablen Wettervorhersagen missachtend – auch heute auf Tour. Unser Wanderweg startete am Ortsrand im Nordwesten der Stadt Lauf, führte nach den letzten Häusern in den Wald hinein und in die Bitterbachschlucht. Hier regnete es bereits und hörte auch nicht mehr auf. Der Bitterbach schlängelt sich durch eine wildromantische Felsenschlucht mit interessanten Sandsteinformationen und -einschnitten. Zum Teil unterspülte Schluchtwände und mit Moos und Farn überwucherte Felsen machen diese Landschaft besonders reizvoll. Der Weg, auch als Naturlehrpfad ausgezeichnet, informiert mit verschiedenen Tafeln über die Entstehung dieser Schlucht und die Bedeutung des Waldes für Mensch und Tier. Über einige Holzstege, rutschiges Wurzelwerk und schlammige Stellen kamen wir dann nach Nuschelberg in das fränkische Wirtshaus Hallerschlösschen. Eine angenehme Mittagsrast im gemütlichen Gastraum mit sehr guter Küche. Durch den anhaltenden Regen gestaltete sich der Rückweg noch nasser, die Pfützen waren noch größer und der sonst flache Bitterbach - im Sommer oft ohne Wasser - war inzwischen zu einem wilden, reißenden Bach angeschwollen, ein toller, seltener Anblick. Froh waren wir schon, als das Auto wieder in Sicht kam, empfanden diese Wanderung aber trotz des tristen Wetters als wunderschön und alle würden sie gerne zu einer anderen Jahreszeit wiederholen.(C.G.)