1.Tag    -   von Marktredwitz zum Marktredwitzer Haus

 

Bei noch kühlen Temperaturen starteten wir unsere Wanderung in Marktredwitz, wo der 660 km lange Goldsteig beginnt oder auch endet und als der längste zertifizierte Fernwanderweg in Deutschland gilt.  Bald schon war man inmitten ursprünglicher Natur. Feld- und Wiesenwege führten entlang der Kösseine nach Rosenhammer und Neumühle, dann aufwärts auf den Marscher Berg mit 632 Hm. Die Sonne hatte sich durchgesetzt und es wurde angenehm warm. Da war uns eine kleine Rast willkommen und und wir ließen uns am sonnigen Wiesenhang nieder, um den mitgebrachten Proviant auszupacken. Weiter gings, immer wieder vorbei an üppigen Blumenfeldern, durch kleine lichte Haine und schließlich nochmal auf die Höhe bis zur Ausflugsgaststätte Marktredwitzer Haus im Naturpark Steinwald. Vor der Einkehr aber noch ein Abstecher in den Wald hinein zu den „Basaltpferden“. Diese kleine Felsengruppe ist mit das höchste Vorkommen eines Basaltes im Steinwald und Rest einer ehemaligen vulkanischen Förderröhre. Mit viel Fantasie kann man die beiden Felsen zusammen als Pferdegespann sehen. Unsere erste Goldsteig-Etappe war hier zu Ende, ließ uns aber im Marktredwitzer Haus noch einen schönen Ausklang erleben und von der Sonnenterrasse aus einen fantastischen Ausblick in das Fichtelgebirge genießen. (CG)

 

2.Tag   -   vom Wanderparkplatz Burgruine Weißenstein nach Schönhaid

 

Unweit vom Marktredwitzer Haus begann die heutige Tour, die Sonne hatte keine Lust und der graue Himmel blieb uns den ganzen Tag erhalten. Forstwege durch den Wald führten zur Burgruine Weißenstein. Da stand man plötzlich vor diesem auf Fels gebauten imposanten Mauerwerk. Die umfangreich restaurierte Burgruine aus dem 12. Jahrhundert ist eine der spektakulärsten Ruinen in der Oberpfalz und einzigartig durch ihre Lage mitten in einer bizarren Steinformation. Ein Teil der Gruppe bestieg natürlich den Turm – den Bergfried - auf Freilufttreppen in fast schon schwindelnde Höhe. Der Rundblick dort oben reicht bei klarem Wetter vom Oberpfälzer Wald bis in den Böhmerwald und ins Erzgebirge, heute wohl nicht ganz so weit. Dann gings abwärts durch den Naturpark Steinwald, über Wiesen und Felder durch Friedenfels und zum historischen Waldfriedhof der Herren von Notthafft. Ein besonderer Anblick war dann die berühmte 350 Jahre alte Buche am Wegesrand und auch der Haferdeckfelsen, ein riesiger in den Teich hineinragender Felsklotz. In Muckenthal strebte man dann zum Fischerstüberl Bächer für einen Fischgenuss zum Mittagstisch. Danach durchwanderten wir eine der ältesten Kulturlandschaften Europas, die Muckenthaler Teichpfanne. Die zahlreichen Teiche, die seit fast einem Jahrtausend der Karpfenzucht dienen, bilden hier eine einzigartige Wasserlandschaft. Nach diesen kulturellen Eindrücken erreichten wir das heutige Endziel Schönhaid, wo wir uns zum Abschluss der Tour noch eine Kaffeepause gönnten. (CG)

 

3.Tag   -   von Schönhaid nachFalkenberg  

 

 

Die Tour von Schönhaid aus führte uns durch eine weitere Teichlandschaft, die Wiesauer Waldseen. Über einen Naturlehrpfad ging es zum idyllischen Perlsee und entlang des großen Neuweihers. Wir durchquerten Felder und naturbelassene Wiesen und hatten meist freie Blicke in die grüne stille Landschaft der Oberpfalz mit ihren weiten Hügeln. Auch die Sonne ließ sich wieder sehen und verströmte gleich mehr Heiterkeit unter dem Wandervolk.

 

In Falkenberg begaben wir uns auf den Graf-von-Schulenburg Rundweg, ein schmaler und romantischer Steig, der sich ca. 1 km durch den Burgwald schlängelt und an gewaltigen Felsformationen, wie dem Bürgerfelsen und dem Wackelstein vorbei und wieder hinab zum Ufer der Waldnaab führt. Ein wahres Erlebnis, das man nicht versäumen sollte. Dann war Mittagspause angesagt, im historischen Gasthaus „Zum Roten Ochsen“, aus dem 12. Jahrhundert und somit eines der ältesten Wirtshäuser der Oberpfalz. Die anschließende Führung durch die Burg Falkenberg mit Informationen über die tausendjährige Geschichte und das Leben und Wirken von Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg, dem Retter der Burg in den 30- und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts war äußerst beeindruckend. Bis zum Ziel dieser Tour hatten wir noch gut 6 Kilometer vor uns, die durch das wunderschöne und wildromantische Waldnaabtal führten. Endstation war die mitten in diesem Naturschutzgebiet liegende Blockhütte. Nach kurzer Ruhepause bei einem kleinen letzten Imbiss fand unsere diesjährige erlebnisreiche 3-Tageswanderung auf dem Goldsteig ein schönes Ende. (CG)