Oberviechtach zur Burgruine Wildenstein

 Bei bestem Wanderwetter – blauer Himmel, weiße Wolken, Sonne und leichter Wind – marschierten wir los außerhalb Oberviechtach am Fuße des Elsternbühls. Anfangs bereits aufwärts durch Wald, über Wiesen- und Feldwege, stets mit Blick in eine weite, reizvolle Landschaft, grün und hügelig. Auf einem Holzsteg überquerten wir die hier noch sanft fließende Murach. Dann gings hinauf auf den Holzbühl, anschließend etwas flacher nach Gartenried und Wildeppenried, saubere kleine Ortschaften mit gepflegten blühenden Gärten. Zur Zeit herrschen ja die Rosen in allen Farben vor. Wieder bergauf zum Kasbierl. hier oben hatte man eine phantastische Sicht auf die ganze Bergkette des Bayerischen Waldes. In Wildstein kehrten wir zur Mittagspause im Gasthof Wildenstein ein, da tat ein bisschen Sitzen und Ausruhen ganz gut.  Auf einem romantischen Waldweg kamen wir zu einer grasbewachsenen Lichtung, wo sich einst die Burg Wildenstein befand, heute trifft man auf einen massiven Felsblock mit Gipfelkreuz. Das lud natürlich zu einer kleinen Pause ein, auch ein paar Kletterversuche musste man machen. Entlang der Feldraine mit mannshohen Gräsern, Kornblumen und Margeriten gings dann nach Kühried und wieder bergauf zur Platte. Man wollte sich immer wieder umdrehen, um in diese anheimelnde Landschaft zu blicken. Auf dem Weg abwärts ins Tal lag die kleine schöne Katholische Kirche Sankt Jakob. Sie wurde 1766 errichtet, gestiftet von Graf Carl Clement von Taufkirchen zu Fuchsberg und seiner Gemahlin Eleonore, nachdem ihr Sohn in den Türkenkriegen vom Heiligen Jakobus beschützt wurde. Dann überquerten wir nochmal die Murach, die hier schon stärker plätscherte. Der letzte Anstieg dann auf den Ameisenbühl war nicht steil, erschien aber endlos. Schließlich gings doch abwärts zu den Autos.

 Eine Wanderung mit vielen Ausblicken in eine wunderschöne Gegend der Oberpfalz, still und Ruhe verströmend – Natur Pur und erholsam. (CG)