Durchs Alfelder Bergland    -    Alfeld – Lieritzhofen

Eine echte Nebelwanderung war das heute, vermittelte aber die richtige Stimmung für den 1.Advent. Blauer Himmel und Sonnenschein wäre fast unpassend gewesen. Wir starteten in Alfeld, wo grüne nebelfeuchte Wege sogleich auf die Höhe führten. Da oben hatten wir die Nebeldecke zwar nicht durchbrochen, unseren Kreislauf aber entsprechend angeregt. Diese Gegend hier mit dem etwas rauhem Charakter ist wunderschön und wirkte heute bei dem Nebel so düster und geheimnisvoll. Wir befanden uns ja bereits in der Hersbrucker Alb, einer Karstlandschaft. So werden Gebiete bezeichnet, in denen Niederschlagswasser nicht über Bäche und Flüsse abläuft, sondern aufgrund des durchlässigen Gesteins kaum gefiltert sofort im Untergrund versickert. Dadurch kommt dem Grundwasserschutz auch hohe Bedeutung bei. Ein Naturlehrpfad verlief durch den "Hutanger" ein uraltes gemeindeeigenes Weideland, das früher von den Rindern der Dorfgemeinschaft beweidet wurde. Bei sehr frischen Temperaturen gings abwechselnd auf und ab, durch Wald und über Weiden, vorbei an dichten Schlehen- und Wacholderhecken, über Seiboldstetten nach Lieritzhofen. Im Landgasthof Sebald mit seiner bekannt guten Küche kehrten wir zum Mittagessen ein und genossen diese vorzügliche Kost. Der Rückweg führte auf der südlichen Route ebenfalls durch diese ruhige und karst-typische Landschaft. Also ein Adventsonntag eigener Art, mit Bewegung in feuchtfrischer Luft bei netter Gesellschaft durch unsere großartige Natur.

Totensonntag 20.11.2022

Gedächtniswanderung Amberg-Freudenberg

Wie jedes Jahr, wollten wir auch heuer unserer verstorbenen Wanderfreunde gedenken. 29 Teilnehmer kamen teils mit dem Linienbus, mit PKW und auch zu Fuß zum Marterl am Fuße des Johannisbergs. Das Wetter war heute wirklich schlecht, so traurig wie der Anlass selbst. Es regnete von Anfang an mit ein paar ganz kurzen Unterbrechungen. Von den bisher gewohnt schönen Ausblicken auf grüne Felder und goldenes Herbstlaub war nichts mehr da. Eine verschneite Landschaft ist zwar auch recht reizvoll, der Nebel ließ es aber eher trostlos wirken. Die Fußgänger trotzten Schnee, Regen und Wind und wanderten auf aufgeweichten Wegen bis zum obligatorischen "Schnapsbankerl", wo wir in den Genuss einer kleinen Aufmunterung kamen. Dann gings über den nicht sehr steilen aber doch sehr langen Anstieg bis zu unserem Marterl, dabei zeigte sich sogar ein blauer Fleck am Himmel – leider nicht lange.

Mit der Gedenkfeier begann diesmal Karlheinz in Vertretung unseres 1.Vorsitzenden, begrüßte Herrn Franz Badura, der die Feier musikalisch begleitet, und alle Anwesenden. Seine Rede, die der verstorbenen Mitglieder gewidmet war und auch das "Nichtvergessen" hervorhob, war sehr eingehend und bedacht. Dazwischen gab es beeindruckendes Trompetenspiel, die Namensverlesung der Verstorbenen, die Niederlegung des Buketts, sowie gemeinsames Beten. Zum Abschluss dieser schönen und stimmungsvollen Gedenkfeier wurde wie immer das Feierabendlied gesungen, natürlich wieder begleitet von der Trompete.

Etwas durchnässt und fröstelnd begab man sich anschließend ins Gasthaus Dotzler, hier konnte man noch zusammensitzen, gut speisen und sich aufwärmen.

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       Die Mittwochswanderer berichten von Ihrer Busfahrt

Zum Gansessen   -   Angfeld-Aichazandt-Haar

Das weitverbreitete traditionelle "Martinsgans-Essen" gibt es bei uns natürlich nur in Verbindung mit einer Wanderung. Wir starteten heute in der Nähe von Angfeld, gleich mit dem Anstieg auf den   Hirtenberg, da liegt ganz idyllisch im Laubwald versteckt die Angfeldhütte des DAV Sulzbach-Rosenberg. Der Weg führte mal durch Wald, mal durch freie Natur und gerade hier war der goldene Herbst noch voll zu spüren. Sonne und blauer Himmel, immer noch buntes Laub an den Bäumen, grüne Felder in einer stillen Landschaft. Eine Wohltat fürs Auge, hier umherzuschauen. Wir kamen nach Frankenhof, wo wir die kleine Simultankirche Sankt Margareta nochmal kurz besuchten. Dann bekamen wir von unserem Wanderführer noch eine Einführung in die Geschichte und das Leben des Heiligen Sankt Martin. Sein Werdegang von Römischer Soldat über Priester, Wohltäter, Schutzheiliger war recht interessant, zumal das abgesehen von der Legende über die Mantelteilung kaum jemandem bekannt war. In Aichazandt kehrten wir dann ein im Landgasthaus Schmidt. Das Gansessen wurde diesmal eher ein Entenessen, da wie schon angekündigt, soviel Gans nicht zur Verfügung stand. Aber auch das war gut so und alle waren zufrieden. Unser Rundweg setzte sich fort durch die sonnenbestrahlte Gegend, über Haar und wieder nach Angfeld. Eine entspannte Wanderung in wunderbarer Natur, mit ein bisschen Geschichte und Kultur, gutem Essen und das alles bei einem Wetter, das nur gute Laune verbreitet. (C.G)

Zum Ausbuttern nach Siebeneichen

Nicht alle unserer Wanderfreunde hatten eine Vorstellung vom "Ausbuttern".

Das mussten wir uns aber auch erst erwandern. Ab Poppenricht gings durch die wunderschöne heimatnahe Landschaft, erst über den Vogelberg und Häringlohe nach Siebeneichen. Sonnenschein und blauer Himmel von Anfang an ermöglichte auf dem Höhenweg herrliche Ausblicke über sattgrüne Felder bis weit hinaus in die hügelige Oberpfalz. Dann in Siebeneichen – mit dem eigentlichen Ausbuttern wurden wir nicht mehr konfrontiert, auf uns warteten bereits die Ergebnisse. Und diese, nämlich Butter und Käse, zusammen mit Schinken und Tomaten sehr hübsch angerichtet, servierte der Gasthof Kreiner seinen Gästen. Dazu gab es Brot, Rettich und noch dampfende Pellkartoffeln. Auch Buttermilch war im Angebot. All das auf den Tischen war schon eine appetitanregende Augenweide und zudem ein Gaumenschmaus.

Diejenigen, die "Ausbuttern" nicht kannten, hatten zwar dann auch Nichts darüber erfahren, genossen aber wie wir alle diese etwas besondere Art von Verköstigung an einem sehr vergnüglichen Nachmittag. Mit dem Linienbus, der erfreulicherweise direkt vor dem Gasthaus hält, fuhren wir zurück nach Amberg.

Grünsberg, Wolfsschlucht-Teufelsschlucht

Ausgangspunkt zu unserer "Schluchtenwanderung" ungewöhnlicher Art war Grünsberg bei Altdorf. Erst durch den schönen Laubwald aufwärts, dann über feuchten Wiesengrund kam man wieder hinein in den Wald, wo es auf nassem Laub steil abwärts ging in die Wolfsschlucht. Eine Sandsteinschlucht, eng, mit dichtem Moosbewuchs und von verwitterten Felsformationen umschlossen. Ein steiniger, matschiger Pfad entlang eines kleinen Baches führt über und unter querliegende Baumstämme zur Sophienquelle. Ein sehr romantisch anmutender Platz Diese bei einem kleinen Weiher gelegene Anlage ähnelt eigentlich einem Amphitheater, mit der barocken Quelleinfassung und den beidseitigen Freitreppen ist die Quelle als Naturdenkmal ausgewiesen und auch in der Liste der Geotope Bayerns zu finden. Nach der wohlverdienten Mittagspause im Gasthof Zur Schönen Aussicht in Winkelhaid machten wir uns auf zur Teufelsschlucht. Hier wurde es noch abenteuerlicher! Ein fast im Matsch versunkener Weg windet sich durch die Schlucht, teils auf Holzstegen und Steinplatten zwischen bizarren Felsgesteinen. Es platschte und quietschte und man musste höllisch aufpassen, nicht aus- oder abzurutschen. Machte aber auch irgendwie Spaß. Am Ende dann ein Höhleneingang in einen riesigen efeubehangenen Felsen, die Teufelskirche. Natürlich kursieren verschiedene Sagen darüber, wie die Kirche zu ihrem teuflischen Namen kam. Den Rest unserer Tour konnten wir dann wieder auf angenehmen Waldwegen zurücklegen und auf Grasflächen dazwischen den gröbsten Dreck von den Schuhen reiben. Was war das heute für eine tolle Wanderung ! - abwechslungsreich, wildromantisch,

beindruckend, und somit wieder ein besonderes Erlebnis.