Herbstidylle am Hammerweiher bei Bodenwöhr

Die heutige Wanderung mit "Herbstidylle" zu betiteln, hätte nicht treffender sein können.

Es war so wunderschön, kein Nebel am Morgen sondern Sonnenschein und warm war es obendrein. Unser Rundweg führte vom Bahnhof Bodenwöhr zum Hammerweiher und dort entlang des bewaldeten Seeufers. Eine sehr romantische Strecke auf dem Oberpfalzweg durch bunten Laubwald, immer mit Blick auf den See, in dem sich Bäume und Sträucher spiegelten. Diese Idylle setzte sich fort um den Warbrucker See, der sich dem Hammersee anschließt. Dann war man auf dem Kunst- und Wasserweg mit vielen bewundernswerten Kunstwerken, die aus kleinen Mosaikfliesen, immer mit Bezug zu Natur und See erschaffen wurden. Einige dieser Stein- und Mosaikwerke dienen auch als Sitzgelegenheiten. Hier, nach etwa der Hälfte unserer Wanderstrecke konnten wir einkehren im Brauereigasthof Jacob, sehr belaufen, aber ausgezeichnete Kost.

Der Rückweg, nun auf dem Goldsteig, verlief auf der anderen Uferseite des Hammersees und schlängelte sich auch noch um den Weichselbrunner Weiher. Da wurde es etwas wilder und urwüchsiger, schmale Pfade durch den Wald mit unzähligen Wurzeln unter dichtem Laub, das Wasser immer neben uns, ruhig und in der Sonne glitzernd. An diesem warmen sonnigen Wandertag dürften wir das wohl intensivste und leuchtendste Farbenspiel des Herbstlaubes erlebt haben, einfach phantastisch!

Pelchenhofen – Ruine Wolfstein

Nach ein paar sehr nassen Wanderungen in letzter Zeit zeigte sich das Wetter heute doch sehr freundlich. Ein bisschen trüb war der Himmel noch, nebelfeucht Gras und Laub, als in Pelchenhofen unsere Wanderung startete. Erst durchstreiften wir das immer noch grüne Gelände dieser wunderschönen leicht hügeligen Landschaft, von der Neumarkt umgeben ist. Dann empfing uns wieder herrlicher Laubwald mit den so weichen laubbedeckten Wegen und die Sonne wagte sich auch langsam hervor. Es ging auf dem Frankenweg durch Ottosau und dann bergauf zur Burgruine Wolfstein, ein mächtiges erhabenes Mauerwerk als Überbleibsel einer ehemaligen Adelsburg aus dem 12. Jahrhundert. 1670 hieß es, die Burg sei im "Grunde eingegangen", sie wurde aufgegeben und die Anlage verfiel. Heute befindet sich die Burgruine Wolfstein in einem guten Zustand. Seit Mitte der 90er Jahre werden Ausgrabungen und Renovierungen durchgeführt, auch wurde der dichte Baumbewuchs entfernt, so dass die Gemäuer mehr Licht erhalten und Schäden durch Feuchtigkeit vermieden wird. Grandiose Ausblicke hatte man von hier oben, über den ganzen Neumarkter Landstrich. Wir verließen dann aber diese beeindruckende Stätte und gingen abwärts über Schafhof nach Neumarkt, um im Gasthaus Wanke mit guter Landhausküche einzukehren. Der Rückweg nach der Mittagspause bescherte uns einige längere Anstiege durch den Wald, bis er dann wieder talwärts durch sanfte Weideflächen zum Parkplatz führte.

Es war wieder eine großartige Wanderung in einer malerischen Gegend, wo man die Schönheit des Herbstes nochmal richtig genießen konnte. (C.G.)

Zum Kleinen Arbersee

Ein Angebot von Wanderführerin Maria Müller aus Lohberg, uns auf wilden Pfaden entlang des Wassers zum Kleinen Arbersee zu führen, haben wir gerne angenommen. Das Wetter zeigte sich heute allerdings miserabel, es regnete schon in aller Früh. Derartiges sind wir aber schon gewohnt und fuhren also mit zehn Personen Richtung Lam und über Sommerau zum Wanderparkplatz Reißbrücke. Mit Schirmen und sonstigem Regenschutz marschierten wir los und folgten dem Triftsteig entlang des Seebaches, der dem Kleinen Arbersee entspringt. Schmale unbefestigte Trampelpfade führen hier immer weiter und steiler bergauf, über Gestein und Wasserpfützen. Daneben der Seebach, der wild über die Triftanlagen herunter rauscht und früher für die Holztrift genutzt wurde. Maria Müller und auch die Infotafeln auf diesem Lehrpfad gaben uns dazu viel Wissenswertes. Wildromantisch war dieser Steig durch den Wald mit Farngewächsen, Moos und verwittertem Gehölz. Gut aufpassen musste man halt, um auf den zahlreichen nassen Wurzelschlangen nicht auszurutschen oder im Matsch zu versinken. Wir kamen aber alle gut oben an und da war er – der Kleine Arbersee, mitten im dichten Hochwald und von Mooren umgeben. Trotz tiefhängender Wolken oder auch Nebelschwaden war das ein wunderschöner Anblick, mit den schwimmenden Grasinseln eine mystische und geheimnisvolle Szenerie. Nach einem knappen Kilometer auf etwas angenehmerem Weg konnten wir einkehren im "Berghotel Mooshütte". Ein hübsches Restaurant mit gutem Essen. Danach machten wir uns in den noch immer feuchten Jacken und Überziehern auf den Rückweg. Zu unserer Freude hatte der Regen inzwischen aufgehört und wir wanderten abwärts auf dem Zwieseler Wallfahrerweg. Ein herrlicher Waldweg mit einem dichten goldenen Laubteppich, nun entlang des Weidenbaches. Für kurze Momente blitzte sogar die Sonne durch. Urwüchsiger Baumbestand, leuchtend grüne Moosflächen, das Geplätscher des Baches und diese reine feuchte Luft hier gab uns ein Gefühl von Wellness im Wald.

Trotz der Nässe, der teils trüben Sicht und der etwas längeren Anfahrt waren wir alle begeistert von dieser Erlebniswanderung.

Besuch des Planetariums in Ursensollen

Etwas völlig Anderes und Neues konnten wir heute erleben. Wir waren eingeladen, das 3D-Planetarium mit angeschlossener Sternwarte zu besuchen. Der ehemalige Bürgermeister von Ursensollen, Herr Franz Mädler, vermittelte elementare himmelskundliche Kenntnisse und entführte uns im Astronomiezentrum in den unendlichen Raum des gesamten Universums mit seiner faszinierenden Schönheit. Nicht nur in den aktuellen Sternenhimmel über der Oberpfalz konnte man sehen, sondern bis in weit entfernte Galaxien. Man wird hier auf eine Reise mitgenommen zu fernen Planeten und Monden, durch unser Sonnensystem hinaus durch riesige Sternhaufen und zur Milchstraße. Auch unser Heimatplanet, die Erde, umgeben von Satelliten und der Internationalen Raumstation erscheint da in ganz neuer Perspektive.

Die hochauflösende Projektion des Universums in die Kuppel des Planetariums bietet ein faszinierendes und unvergleichliches Erlebnis. (C.G)

Hersbruck – Deckersberg – Edelweißhütte

Ein Herbsttag, wie er im Buche steht – sonnig, blauer Himmel und eine herrliche Laubfärbung, golden, gelb und kupferfarben leuchtend

Ausgangspunkt war Hersbruck Süd bei noch recht frischen Temperaturen. Erst ging es mal einen Wiesenhang hinauf, dann noch ein bißchen steiler über einen Hohlweg hinein in den lichten sonnendurchstrahlten Laubwald. Dieser Aufstieg auf den Deckersberg war doch ein bißchen schweißtreibend, aber auf den gut begehbaren Waldwegen da oben mit raschelndem Laub unter den Füßen erholte man sich schnell wieder. Man traf dann auf einen Schotterweg, der am Oberbecken des Happurger Stausees vorbeiführt. Dieses Becken ist zwar seit vielen Jahren ohne Funktion und bedarf bekanntlich einer Sanierung. Auf den Hügel gingen wir also auch noch hinauf, um einfach mal hineinzuschauen. Nun – es war ausgetrocknet, leer und wild bewachsen. Weiter gings, abwechselnd über Wiesen und verschlungene Waldpfade, bis wir unterhalb des Arzbergturms die idyllisch gelegene Edelweißhütte erreichten. Dort ließen wir uns in der gemütlichen Gaststube zum Mittagessen nieder. Der Rückweg führte im wunderbaren Buchenwald um den Arzberg herum und dann wieder hinaus ins Freie. Von hier lief es fast von selbst, auf Feldwegen immer leicht bergab und stets mit Blick auf das so reizvoll gelegene Hersbruck mit seinem Michelsberg.

Wieder bei den Autos einigte man sich, auf der Heimfahrt noch einen Kaffeestop einzulegen zum Abschluß dieses traumhaften Wandertages. Was hatten wir heute doch für ein Glück ! – fabelhaftes Wetter und eine einmalige Farbenpracht. Schöner hätte man sich's nicht wünschen können.