Waldsassen – Maria Loreto
Noch so ein Bilderbuchtag, den man in vollen Zügen genoss!
Dieses anhaltend schöne Herbstwetter trieb heute 21 Leute zusammen, die im Konvoi nach Waldsassen fuhren. Dort begann unser grenzüberschreitender Wanderweg, zuerst auf Forststraßen bis hinein in den lichten Wald. Weiter ging es über Wiesen und Felder und entlang eines Obstlehrpfades. Diese weite Flur bot ständig eine herrliche Sicht in die Umgebung. Ins Egerland konnte man sehen und auch hinüber bis zum Grenzlandturm auf dem Tillenberg, der einst als Mittelpunkt Europas errechnet wurde. Hinter der Ortschaft Mammersreuth kamen wir dann an die Grenze zu Tschechien, nur ein gelb-rot-schwarzer Grenzpfahl und ein maroder Schlagbaum am Feldweg.

Wir folgten dem Weg nach Hroznatov (Altkinsberg) mit der Schloßkirche und dem schwarzen runden Turm aus Vulkangestein. Dort ließen wir uns in einem netten urigen Gasthaus mit tschechischer Küche zur Mittagspause nieder. Über eine Anhöhe erreichten wir dann die Wallfahrtskirche des Heiligen Geistes, Maria Loreto. Diese Kirche wurde 1664 erbaut, nahezu vernichtet unter kommunistischem Regime und 1992 rekonstruiert. Im Jahre 2000 wurde auch der alte Friedhof mit einem zur Meditation gedachten Park wiederhergestellt. Maria Loreto ist heute auch Symbol der Versöhnung, ein Ort an dem Deutsche und Tschechen zueinander finden. Nachdem wir auch das im Wald versteckte „Heilige Grab“ mit Kapelle noch gefunden hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Den konnten wir mit ein paar Querfeldeingängen etwas verkürzen und dabei diese einmalige Pracht der Herbstfarben von gold, rot, gelb bis bronze nochmal richtig aufnehmen. Lange wird man so etwas nicht mehr sehen. (C.G.)