29. September bis 02. Oktober 2020
Wandertage im Bayerischen Wald
An den paar Tagen im Bayerischen Wald hatten wir überraschend schönes Wetter. Unser Ziel war Spiegelau, wo wir Quartier bezogen. Auf dem Weg dorthin nahmen wir bereits den ersten Bergkamm, nämlich den Kaitersberg in Angriff.  Von Reitenstein aus nahe Bad Kötzting ging es hinauf, stetig ansteigend über den Reitenberg und auf etwas felsigen Wegen zum Kreuzfelsen mit seinem riesigen Gipfelkreuz. Unterhalb der Felswand findet man die "Räuber-Heigl-Höhle", wo vor vielen Jahren der Sozialrebell, Volksheld und Räuber Michael Heigl hauste. Den Kamm entlang, mit immer wieder grandiosen Ausblicken auf die Täler ringsum, erreichten wir die Kötztinger Hütte. Nach einer Rast hier folgte eine wunderschöne Wanderstrecke durch das Steinbühler Gesenke zu wilden imposanten Felsgebilden, den Rauchröhren. Es ging weiter zum Großen Riedelstein und letztendlich abwärts nach Eck. Eine etwas anspruchsvolle und ausgedehnte Wanderung, durch die Auf- und Ab's mit insgesamt ca. 600 Höhenmetern.
Am zweiten Tag nahm man sich den großen Falkenstein vor. Ausgangspunkt war das Zwieseler Waldhaus. Entlang des urigen Höllbachs kommt man zur Höllbachschwelle, dann geht es steil bergauf in das felsige Urwaldgebiet Höllbachgespreng, eines der ältesten Naturschutzgebiete im Bayerischen Wald. Der Anstieg in diese urwüchsige Landschaft mit rauschenden Wildbächen und wilder Natur ist einfach überwältigend. Im neuen Falkensteinhaus mit seinem riesigen Panoramafenster gönnten wir uns eine Kaffeepause, bevor wir uns auf den einfacheren Rückweg über Forstwege machten.
Den dritten, immer noch sonnigen Tag nutzte die größere Gruppe zu einer entspannten Wanderung von Bayerisch Eisenstein zu der historischen Trifterklause Schwellhäusl. Wunderschöne Waldwege mit nur leichten Steigungen führten zum Schwellhäusl mit einem herrlichen Biergarten, idyllisch gelegen an einem kleinen Forellenteich. Durch das Urwaldgebiet "Hans-Watzlik-Hain" mit teils 500 Jahre alten und bis zu 50 m hohen Baumriesen gingen wir zurück. Die kleinere Gruppe benötigte weniger Entspannung und stieg auf den Rachel.
Am Tag der Heimreise war uns das Wetter immer noch hold und wir konnten uns den letzten Programmpunkt auch noch vornehmen. Das war der 1095 m hohe Hirschenstein im Grenzgebiet der Gemeinden Achslach und St.Englmar. Über Forststraßen, wurzelige und steinige Pfade durch eine mit Buchenwäldern bewachsene Felslandschaft kommt man unschwierig zum Gipfel, nur der letzte Anstieg fällt etwas steiler aus. Das Erkennungsmerkmal des Hirschensteins ist der 7 m hohe steinerne Aussichtsturm, der einen einzigartigen Rundblick auf den Bayerischen Wald ermöglichte, hier oben allerdings bei einer steifen Brise. Nach einer kurzen Rast gings wieder abwärts und man rüstete sich nach vier sehr schönen und erlebnisreichen Wandertagen zur Heimfahrt.(C.G.)