Gedächtniswanderung
Zur traditionellen Gedenkfeier unserer verstorbenen Wanderfreunde trafen etwas mehr als 40 Leute vor der Wutschdorfer Pfarrkirche St.Martin zusammen. Zehn davon hatten sich von Amberg aus wieder zu Fuß auf den Weg gemacht, die anderen kamen mit den Autos. In der Kirche begrüßte uns Pfarrer Moses Gudapati, der eine sehr ansprechende Messfeier abhielt und dabei unseren Verein, dessen Gemeinschaftssinn und Aktivitäten entsprechend würdigte. Dazwischen erklangen von der Empore die wohltönenden Lieder des Männerchors Haselmühl-Kümmersbruck.
Nach diesem sehr schön gestalteten Gottesdienst traf man sich dann am BWV-Gedenkbrett beim Bildstöckl am Fuße des Johannisbergs. Eingeleitet wurde diese Feier mit besinnlichen Weisen des Posaunenbläsers, gefolgt von der Bukett-Niederlegung und der Namensverlesung unserer verstorbenen Mitglieder durch unseren Vorsitzenden Rudi Maier. In seiner Rede gedachte er der Toten und würdigte ihre Zeit mit dem Bayerischen Wald-Verein. Mit einem tiefgehenden Gedicht, vorgetragen von Anneliese Hauer und dem alljährlich gemeinsam gesungenen Feierabendlied klang die Gedenkfeier aus.
Man hatte von dem Marterl aus einen herrlichen Blick auf Freudenberg. Die Nachmittagssonne tauchte den Ort und seine grüne Umgebung in ein besonders stimmungsvolles Licht und nahm damit dem Totensonntag etwas von seiner Traurigkeit.
Und - wie jedes Jahr üblich, begab man sich noch ins Gasthaus Dotzler zum Essen und einem gemütlichen Beisammensein. Ein Sonderbus brachte dann alle Nicht-Motorisierten wieder nach Amberg zurück.

 
Unsere 2019 verstorbenen Wanderfreunde:
Doris Hogrefe
Margarethe Lehnert
Eduard Pemp
Eva-Maria Zahn
Betty Bernreuther
Ursula Matzke
Robert Vogt.

 

Busfahrt nach Flossenbürg, dem Ort des Granits
Grau und trüb – wie es zu einem Buß- und Bettag gehört. Zum Glück blieb es trocken.
Den Panorama-Rundweg von St. Ötzen nach Flossenbürg erkundeten die Langwanderer. Ein abwechslungsreicher Weg mit historischem Hintergrund, der eigentlich tolle Aussichtspunkte zu bieten hätte. Leider sind diese meist zugewachsen und lassen keine Weitblicke mehr zu. Umso reizvoller waren die zahlreichen Sitzbänke und ganz individuell aus Holz und Stein gestalteten Rastmöglichkeiten am Wegesrand -  bei schönem Wetter sehr einladend.
Die Kurzwanderer wurden auf den "Weg des Granits" geführt, der sich auf und ab um den 732 m hohen Schlossberg und den Burgweiher schlängelt. Das Naturschutzgebiet "Schlossberg Flossenbürg" umfasst die steil aufragende Granitkuppe mit seiner Burgruine. Durch früheren Gesteinsabbau entstand hier die sehr seltene zwiebelschalenförmige Schichtung. Wirklich beeindruckend, diese enormen Berghänge aus Granit. Zusammen mit der Burgruine stellt der Schlossberg dieses weithin sichtbare Wahrzeichen des Oberpfälzer Waldes dar.
So hat auch der graue November hat seine Reize, das schwarze Wasser des Burgweihers, die zusehends lichter gewordenen Laubbäume und die verblassten Herbstfarben schufen in dem wunderschönen naturbelassenen Wald eine ganz besondere und geheimnisvolle Atmosphäre.
Natürlich machten wir nach dieser äußerst interessanten Wanderung noch einen Einkehrschwung in "Das kleine Wirtshaus" in Flossenbürg zu einem gemütlichen Ausklang.

Eschenfelden-Breitenstein

 

Unsere spätherbstliche Wanderung begann mit einem wunderschönen Blick zurück ins verträumte Eschenfelden. Der Sattelberg überraschte uns mit glühenden Herbstfarben auf schmalen Pfaden. Nach einigen Kilometern grüßte uns bereits die Doppelkapelle vom Breitenstein herunter.

 

Bald kündigte der Duft des Gänsebratens das nahe Ziel an. Mit lautem Gänsegeschnatter wurden wir dann in der Kapellenschänke begrüßt. Der Gänsebraten ließ nicht lange auf sich warten, obwohl das Gasthaus bis auf den letzten Platz besetzt war. Alle genossen das vorweihnachtliche Essen, es war phantastisch.

 

Wegen des flotten Ablaufs konnten wir den Rückweg etwas umfangreicher gestalten, mussten wir doch vor Dunkelheit am Ziel sein. Die bekannte Felsregion um Königstein war in der laubarmen Zeit besonders eindrucksvoll. Bei sonnig beschienenen grünen Wiesen und bunten Laubbäumen war vom anstehenden Winter nichts zu spüren.