Kurzwanderung Ziegelhütte bis Windpaising am Kulm
Langwanderung Eixlberg in Untersteinbach bis Windpaising am Kulm
Unsere erste Führung für den BWV startete in unserer Heimat am Eixlberg in Untersteinbach.
Es hat uns sehr gefreut, dass so viele Wanderer (23) anwesend waren.
Die Kurzwanderung führte von der Ziegelhütte über zwei Berge durch den dichten Wald und trotz des sehr heißen Tages war es angenehm und es wehte eine kühlende Brise. Oben angekommen, ging es entlang der Felder und Esel Richtung Gasthaus.
Die Langwanderung führte direkt vom Treffpunkt weg auf einem kleinen halbschattigen Pfad um den Eixlberg und anschließend am Flurkreuz Ziegelhütte vorbei über den Ziegelberg. Dieser Berg heißt so, da dort früher aus dem Lehmvorkommen Ziegel gebrannt wurden.
Es handelte sich dabei um ländliche Produktionsstätten zur Herstellung von Mauer- und Dachziegeln. Sie wurden oft am Ortsrand oder in Wäldern errichtet, wo das nötige Holz zum Befeuern der Öfen und der lehmige Boden (Letten) vorhanden waren.
Anschließend folgten die Langwanderer dem Weg der Kurzwanderer durch den Wald und man traf sich im Gasthaus “Zum Kulm” zum Mittagstisch.
Wieder gestärkt ging es nochmals steil hinauf zum Aussichtsturm, von dort aus konnte man an diesem Tag sehr weit in die Ferne sehen. Richtung Bayerischer Wald zum Arber und Osser sowie in alle anderen Himmelsrichtungen.
Es waren nur ein paar oben am Turm, manche nutzten die Zeit für ein gemütliches Beisammensein und ein Schnapserl.
Anschließend ging es bergab wieder Richtung Treffpunkt. Die Kurzwanderer nahmen eine Abkürzung und mussten sich etwas durchs Gebüsch schlagen.
Am Ausgangspunkt angekommen, entschieden einige noch zum Kaffeetrinken mit auf unseren Hausberg “Dem Eixlberg” zu gehen, wo das jährliche Feuerwehrfest im Wald stattfand.
Es gab eine kurze Besichtigung der Kirche und bei Kaffee, Kuchen und am Glaserl Bier ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.
Da es sehr viele Fragen zur Kirche gab, hier noch einige Informationen:
Über die Entstehung der Wallfahrtskirche herrscht die Sage, dass das Bild der heil. Barbara, welches im Walde an dieser Stelle gefunden und in der Kirche zu Pfreimd beigesetzt wurde, immer wieder dahin zurückkehrte.
Deshalb ließ der Landgraf Ulrich II. von Leuchtenberg, als er zu Pfreimd residierte, an diesem Platze im Jahre 1342 eine Kapelle errichten, wohin nun das Bild in feierlicher Prozession gebracht worden ist. Schon damals wurde diese Kapelle, besonders von den Bewohnern der Landgrafschaft Leuchtenberg, — deren Hauptort Pfreimd gewesen — fleißig besucht und reichlich beschenkt. Doch schon in den ersten Jahren des dreißigjährigen Krieges am 4. Dezember 1621 wurde von den Mansfeldischen Soldaten und den Weinbergischen Regimente nicht nur die Stadt geplündert, sondern auch die Kapelle auf dem Eixlberge niedergebrannt. (WS)
