"Eine Wanderung – Zwei Laber“ - Kemnathen – Wissinger Laber – Bachhaupter Laber
Kemnathen, ein Ortsteil von Breitenbrunn zwischen Parsberg und Dietfurt war unser Startpunkt. Los gings beim Friedhof und nach der Kompostieranlage links hinein in den Wald, oder was vom Wald noch übrig war. In diesem Abschnitt waren die Waldarbeiter sehr fleißig und die Wege schwer zu erkennen. Wir schafften es aber irgendwie, hinunterzukommen in ein Trockental, dessen Name in keiner topografischen Karte und keiner Wander-App ablesbar ist. Einen guten Kilometer gings durch dieses Tal, bis uns ein strenger Geruch – nicht nach Wald und frischen Holz – umschmeichelte. Das war die Kläranlage von Kemnathen. Gleich war alles vorbei, wir überquerten eine Straße und kamen hinab zur Einöde Aumühle, eine Sägemühle. Ab hier waren wir dann direkt an der Wissinger Laber, die nur 13 km lang ist und die wir im Hof der Aumühle überquerten. In diesem ganz romantischen Tal konnten wir eine Stunde lang entlang wandern. Naturbelassen schlängelt sich die Laber durch das Wiesental mit endlosen Kurven, um Halbinseln herum und gluckernden kleinen Wasserfällen. Einfach herrlich! Da es hier auch einige Bänke gibt, ist das eine Landschaft zum Erholen und Runterkommen. Nach einer weiteren Straßenüberquerung gings dem Hang entlang hinein nach Breitenbrunn. Ein kurzer Besuch in der Pfarrkirche und dann hinein ins Wirtshaus zum Mittagessen. Ausruhen und Stärken war angesagt. (GS)
Der Rückweg führte uns zur zweiten Laber, der 2,6 km langen Bachhaupter Laber, die im Breitenbrunner Ortsteil Bachhaupt aus einer großen Karstquelle entspringt. Dort speiste sie früher die Dorfmühle. Zuerst gings auf der Von-Tilly-Straße bis zur römisch-katholischen und denkmalgeschützten Wallfahrtskirche St. Sebastian, das Wahrzeichen von Breitenbrunn. Sie wurde 1386 errichtet und 1401 geweiht, und steht ganz malerisch auf einem Felsen oberhalb der Sebastians Quelle. Ihr achteckiger Zentralbau und die beiden Türme mit Zwiebelhauben verleihen der Kirche ihre unverwechselbare Silhouette. Wir stiegen zwar diese zig Steinstufen hinauf, fanden die Türe jedoch verschlossen, nur durch ein kleines Guckloch konnte man ins Innere sehen. Entlang der Bachhaupter Laber führte unser Weg weiter durch dieses wunderschöne grüne und Ruhe verströmende Tal. Rapsfelder und Wiesen voller Löwenzahn tauchten die Landschaft in leuchtendes Gelb. Auch bizarre Felsformationen konnte man ab und zu sehen. Fast am Ende des Bachhaupter Tals, kurz vor der Ortschaft Rasch, fanden wir noch einen idyllischen kleinen Rastplatz - das schmiedeeiserne Weigl-Kreuz mit der Schwarzen Madonna, ein reizvolles Fleckchen Erde. Danach lagen noch wenige Kilometer bis zum Ausgangspunkt vor uns, die wir bei inzwischen hochsommerlichen Temperaturen zurücklegten. Diese fabelhafte Wanderung durch eine großartige Landschaft bot uns wieder viele Eindrücke und Ausblicke, an die man sich immer wieder gerne erinnert
(CG).
