Kammerweiher und Pegnitzauen, Rußhütte-Fischstein

 

Unsere Wanderung bot heute von allem etwas, nämlich Sonnenschein mit angenehmer Temperatur, schwarze Wolken, Donner, Regenschauer und wieder Sonne.

Über Auerbach fuhren wir zur Rußhütte, dem Ausgangspunkt unserer Tour. Gleich im herrlichen Wald verlief der Weg teils auf schmalen Trampelpfaden und bequemen weichen Wegen. Der Kammerberg lag links von uns – den Aufstieg dahin haben wir ausgelassen. Dann kamen wir zu den großen Kammerweihern, die Teil des Trinkwasserschutzgebietes Ranna sind. Benannt als Oberer und Unterer Kammerweiher, kommt ihnen eine große Bedeutung für den Artenschutz zu. Die Uferbereiche hier bieten zahlreichen Libellen- und Amphibienarten, Molchen, Unken, Kröten und dem seltenen Springfrosch einen geeigneten Lebensraum. Vorbei am Dürrenberg gings weiter durch das Naturschutzgebiet "Pegnitzau zwischen Ranna und Michelfeld". Ein erholsamer und stiller Landstrich.  Nach Überquerung der Bahnlinie waren wir auf dem Pegnitz-Radweg, an dem die Antoniuskapelle und daneben der Fischstein liegt. Der Gedenkstein "Fischstein" erinnert daran, dass einst kleine Ortschaften wie Fischstein, Rauhenstein, Ober- und Unterbrand, die in der engeren Zone des Wasserschutzgebietes lagen, aufgelöst wurden. Die Antoniuskapelle ist das letzte Gebäude, das von Fischstein übriggeblieben ist. Mit dem hier errichteten Rastplatz nahe der Pegnitz ist das so ein idyllisches Fleckchen Erde, an dem wir uns zur Mittagspause niederließen. Die mussten wir allerdings frühzeitig beenden, weil das prophezeite Gewitter im Anzug war. Kaum wieder auf dem Weg, gings auch schon los. Der Regenguss – im freien Gelände - war wirklich heftig, aber auch bald wieder zu Ende. Wir folgten den verschlungenen Pfaden durch die Wiesen entlang der Pegnitz, begleitet von lautem Gezirpe der Grillen, ein eher seltenes Erlebnis. So manche Felder mit wogenden Getreidehalmen, dazwischen roter Mohn und blaue Kornblumen, waren wunderschön anzusehen. Dann kam die Sonne zurück, wir wurden von oben bis unten wieder trocken und der Radweg "Frankenpfalz-Tour" führte dann schließlich bis zur Waldgaststätte Rußhütte. Hier war Einkehr angesagt – zum Glück – denn nun gab es nochmal einen Wolkenbruch, der es in sich hatte.

Aber auch den konnte man abwarten, um dann nach dieser entspannten moderaten Wanderung durchduftende Wälder und grüne Natur nach Hause zu fahren.  Richtig schön wars!  (CG)